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Der Landesgarten hat Durst

Dürre. 20 000 Liter Wasser müssen die Mitarbeiter in Oschatz täglich vergießen. Sonst werden die Blumen welk.

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Von Claudia Parton

Der Gondelteich verliert Wasser, der Rasen wird gelb: Auch die Mitarbeiter der Landesgartenschau in Oschatz haben mit der Dürre zu kämpfen. Von früh um sechs bis spätabends sind sie mit Tankwagen unterwegs. 20 000 Liter Wasser verbrauchen sie täglich, damit die rund 75 000 Sommerblumen auf dem Gelände die Dürre überleben. Als pflegeleicht haben sich die Kakteen erwiesen. Die Begonien hingegen lassen ihre Blütenköpfe hängen. Größere Schäden gibt es bisher aber nicht. „Wir haben kleinere Stellen, wo der Rasen verbrannt ist. Aber wir mussten noch keine Blumen entfernen“, sagte die Sprecherin Constanze Matthes.

Zusätzliche Arbeit macht die Hitze auch in den Tiergehegen auf dem Festgelände: Die Kaninchenställe sind mit weißen Planen abgedeckt. Die Affen haben einen Badetrog bekommen. Jeden Tag muss der staubige Boden im Gehege der Esel und Pferde gesprengt werden. „Damit sie wenigstens etwas Kühle von unten bekommen“, so Constanze Matthes. Am allerliebsten wären ihr aber ein Gewitter – und anschließend zehn Grad weniger.

Die Besucherzahlen sind bisher allerdings trotz der schweißtreibenden Temperaturen stabil geblieben. Rund 265 000 Gäste waren bereits zwischen den Beeten in Oschatz spazieren. Etwa noch einmal so viele müssen bis zum achten Oktober kommen, damit die Landesgartenschau ohne Schulden abschließen kann. Constanze Matthes ist optimistisch: Die Orchideenschau und eine Dahlienausstellung stehen noch aus. „Die sind bei Kleingärtnern immer der Renner.“

Die Eisbuden und der Stand mit den Sommerhüten verzeichnen schon jetzt traumhafte Umsätze. Am beliebtesten ist derzeit allerdings der Naturerlebnispfad im Wald. Dort ist es schattig und kühl.

www.lago2006.de