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Der Trend geht zum Sommergarten

Die Corona-Pandemie beschert dem Roßweiner Anbieter mehr Kunden. Und noch etwas anderes weckt das Interesse der Käufer.

Thomas Otto-Scholz steht in der Ausstellungshalle des Gewe-Wintergartenzentrums in Roßwein. Dort gibt es am Wochenende Schautage.
Thomas Otto-Scholz steht in der Ausstellungshalle des Gewe-Wintergartenzentrums in Roßwein. Dort gibt es am Wochenende Schautage. © Lars Halbauer

Roßwein. Erholen zu Hause statt auf den Malediven oder Mallorca. In Anbetracht der Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie haben in diesem Sommer vielen ihre Urlaubsreise bereits abgehakt.

Auch wenn derzeit zahlreiche Lockerungen in Kraft treten, ist die Reiselust noch gebremst. Andere Branchen – wie Baumärkte – verzeichnen stattdessen mehr Umsatz. Auch im Gewe-Wintergartenzentrum Roßwein macht sich die Corona-Krise bemerkbar – im positiven Sinne. „Wir verzeichnen auf jeden Fall eine erhöhte Nachfrage nach unseren Produkten“, sagt Niederlassungsleiter Thomas Otto-Scholz. Das bedeute zwar nicht automatisch, dass sich auch die Zahl der Aufträge für die Installation der hochwertigen Anbauten erhöht. Denn das sei von vielen Faktoren abhängig.

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„Auf jeden Fall interessieren sich aber die Kunden in diesem Jahr deutlich mehr für Markisen oder Terrassenvordächer als in den Vorjahren“, so Otto-Scholz. Es werde offensichtlich, dass die Kunden in etwa so viel Geld in ihr Eigenheim investieren wollen, wie sie sonst für einen Urlaub ausgeben würden.

Verhalten seien die Kunden dagegen, was Sommer- oder Wintergärten im höherwertigen Preissegment betreffe. „Viele wissen einfach noch nicht, wie es mit der Arbeit weitergeht“, so Thomas Otto-Scholz. Der Trend gehe seit etwa drei Jahren hin zu sogenannten Sommergärten mit viel Glas und wenig Rahmen. Damit sei der Bauherr flexibler und die Richtlinien der Wärmeschutzverordnung müssen dabei nicht eingehalten werden, wie es bei den klassischen Wintergärten der Fall ist.

Eigentlich ist der März der Top-Monat für das Roßweiner Unternehmen, was die Umsätze betrifft. „Da ist uns aber in diesem Jahr alles weggebrochen“, so Otto-Scholz. Deshalb ist er froh, dass sich die Nachfrage jetzt – wenn auch im niedrigeren Preissegment – so günstig entwickelt hat.

Wie sich die anstehende vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent auf das Kaufinteresse auswirken wird, kann der Niederlassungsleiter noch nicht einschätzen, obwohl die Kunden auch danach schon fragen. „Noch ist vieles unklar in der Verfahrensweise“, sagt Otto-Scholz. Wenn beispielsweise ein Kunde im September einen Wintergarten bestellt, ist nicht sicher, ob er von der geringeren Mehrwertsteuer profitieren kann. „Für einen Wintergarten ist eine Baugenehmigung erforderlich, die einige Zeit in Anspruch nimmt. Erst wenn die Baugenehmigung vorliegt, können wir die Bestellung auslösen“, sagt Otto-Scholz. Dann muss aber noch eine Lieferzeit von zwölf bis 16 Wochen einkalkuliert werden. „Wie in solchen Fällen zu verfahren ist, wissen wir noch nicht.“

Schautage in Roßwein

Für das Wochenende vom 19. bis 21. Juni wird in das Gewe-Wintergartenzentrum an der Otto-Nuschke-Straße 2a zu Schautagen eingeladen. Dabei können sich Interessierte in ungezwungener Atmosphäre über das Angebot informieren. Geöffnet ist von Freitag bis Sonntag jeweils 10 bis 16 Uhr.

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