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Der Winterdienst ist auf Eis und Schnee vorbereitet

Das Räumen und Streuen vertrauen die Gemeinden zunehmend privaten Unternehmen an.

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Von B. Ulbricht, J. Mosch, K. Krüger-Mlaouhia, L. Zschörnig

Die Gemeinden Thiendorf und Tauscha stemmen den Winterdienst aus eigener Kraft. Thiendorf kann im Ernstfall vier Mitarbeiter mit Unimog, Traktor und Schiebeschild und zwei Multicar losschicken. Knapp 30Kilometer Gemeindestraßen müssen freigehalten werden. Salz verwendet Thiendorfer wie Tauscha nicht. Auch in der kleineren Nachbarkommune heißt es stattdessen schieben und streuen. Neben den Ortsstraßen räumt der Tauschaer Bauhof auch zwischen Tauscha und Dobra und nach Zschorna.

Schönfeld

Die Schönfelder setzen auf die BayWa/Agrar in Lampertswalde. Die Firma räumt die rund 35Kilometer Straße – wie im Vorjahr. Zusätzlich zu den Ortstraßen kommen auch hier die Überlandstrecken Linz-Kraußnitz, Schönfeld-Schönborn, sowie Böhla-Ponickau und Böhla-Lüttichau. Besonders auf den langen Strecken im freien Feld haben die Winterdienstler mit Verwehungen zu kämpfen. Salz wird nicht eingesetzt. Das hätte keinen Effekt.

Zabeltitz

Die Winterbereitschaft in der Gemeinde beginnt am 3. Dezember. Dann stehen fünf Mitarbeiter des Bauhofs rund um die Uhr bereit, um auf den gemeindlichen Straßen, Gehwegen und Plätzen Schnee und Eis zu räumen. Zabeltitz hat zwar 2006 ein Schiebeschild für den Multicar angeschafft. Doch die Straßen nach Strauch und Skäßchen schiebt der Unimog der Nachbargemeinde Röderaue frei. Das funktioniert nach Aussage von Amtsverweserin Kerstin Tröger gut.

Röderaue

Auch hier liegt der Winterdienst in der Verantwortung des Bauhofs. Vier Mitarbeiter teilen sich rein und starten, wenn es sein muss, auch schon mitten in der Nacht, damit die Schwerpunktstellen morgens beräumt sind. Im Gegensatz zu Zabeltitz, das erst jetzt auf Streusalz umgestellt hat, setzen die Röderauer schon seit Jahren auf das sicher funktionierende Auftaumittel. Dabei wird laut Bürgermeister Lothar Herklotz eine umweltverträgliche Salzsorte verwendet. Günstig für beide Gemeinden ist der hohe Anteil von Bundes-, Staats- und Kreisstraßen, für die sie nicht zuständig sind.

Ebersbach

„Bei uns wird kein Salz verwendet, wir streuen ein Gemisch aus Splitt und Sand vom Kalkreuther Wetterberg“, sagt die Ebersbacher Bürgermeisterin Margot Fehrmann. Neben dem eigenen Bauhof sind vor allem die Agrargenossenschaften Ebersbach und Cunnersdorf sowie die Kalkreuther Firma Wuschick mit dem Winterdienst beauftragt. Die Mitarbeiter entscheiden selbst, wann sie mit dem Räumen und Streuen beginnen.

Priestewitz

In Priestewitz sichern der Bauhof und die Firma Wuschick den Winterdienst ab. Letztere beräumt die östlich gelegenen Gemeindestraßen um Lenz, Böhla, Nauleis von Schnee und stumpft Gefahrenstellen mit Sand ab. Der Bauhof verwendet Streusalz. Den Mitarbeitern stehen ein Multicar und zwei Traktoren zur Verfügung. „Im Ernstfall springt die Kmehlener Agrargenossenschaft mit ein“, sagt Bürgermeister Ernst-Georg Rendke. Rund 75000 Euro hat die Gemeinde für den Winterdienst eingeplant.