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Die 30er-Zone in Kamenz ist begründet

Auf Anfrage der Anwohner herrscht im Siedlungsweg ab sofort Tempo 30. Laut der Stadtverwaltung ist das keineswegs sinnlos.

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Von Vanessa Kopp

Manja Heinrich aus Kamenz wunderte sich Anfang der Woche über die neue 30er-Zone im Siedlungsweg. Laut der Stadtverwaltung kommt die Anregung dafür aus der Bürgerschaft. Folgende Gründe sprechen für die neue Tempobegrenzung: Der Siedlungsweg hat nur einen einseitigen Gehweg, der an manchen Stellen nicht sehr breit ist. Besonders an der Engstelle im Bereich Siedlungsweg zwölf. Der aus der Macherstraße kommende Radweg verengt die Straße zusätzlich. Ein weiterer Grund, die Autofahrer zu drosseln, ist das dortige Kinderheim.

Heinrich fragt sich außerdem, warum man nicht lieber eine Tempobeschränkung in der Nordstraße macht. Ihrer Meinung nach wäre das sinnvoller. Auch dazu hat sich die Stadt nun geäußert. „Wir wissen um die hohe Verkehrsbelastung in der Nordstraße“, sagt Gisela Seidel, Pressesprecherin der Stadt Kamenz. „Aus diesem Grund wurde eine Fußgängerampel errichtet, die ein sicheres Überqueren gewährleistet.“ Beide Seiten der Straße haben auch breit ausgebaute Gehwege. Eine Tempolimit würde nur den Verkehrsfluss stocken.

Eine herrenlose Mülltonne am Oberen Anger ist Cornelia Pointner aus Kamenz aufgefallen. Nun hat sich herausgestellt, dass die Gelbe Tonne keineswegs dort vergessen wurde, sondern absichtlich dort steht. Henry Rasch ist Anwohner der Straße und hat die Tonne als „erzieherische Maßnahme“ aufgestellt. Er möchte damit die Autofahrer daran hindern, zu schnell durch die Straße zu rasen und dabei auch den Fußweg mit zu benutzen.

„Es ist schade, dass sich einige durch die Tonne gestört fühlen“, so Henry Rasch. Aber es ist für ihn die einzige Möglichkeit, die Autofahrer zu zwingen, auf der Straße zu bleiben und mit angemessenem Tempo zu fahren. „Es muss etwas unternommen werden, bevor noch jemand umgefahren wird“, sagt Rasch.

Gerlinde Sunder aus dem Haselbachtal meldete sich beim Lesertelefon, da sie Probleme mit der Telekom hatte. Die langjährige Kundin ließ sich Ende Mai zu einem Produktwechsel ihres Anschlusses überreden und nutzt seitdem die Entertain Pur Flat. Nach diesem Wechsel wurde Sunder eine Brücke zugeschickt, die sie jedoch gar nicht benötigt. Aus diesem Grund hat sie diese Brücke Anfang Juni an die Telekom zurückgeschickt. Doch sie wurde ihr jeden Monat erneut mit 3,95 Euro in Rechnung gestellt. Da Sunders Anrufe nicht zufriedenstellend beantwortet wurden, wendete sie sich an die SZ-Redaktion. Das Problem hat sich mittlerweile geklärt und Gerlinde Sunder bekommt die von ihr bezahlte Differenz wieder gutgeschrieben.