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Die bisherigen Kandidaten für die OB-Wahl am 26. Mai in Görlitz

Zwei Frauen und drei Männer bewerben sich um das Amt des Stadtoberhauptes - mindestens vier meinen es ernst.

Fünf Kandidaten ringen um den Oberbürgermeister-Sessel im Görlitzer Rathaus.
Fünf Kandidaten ringen um den Oberbürgermeister-Sessel im Görlitzer Rathaus. © Archivfoto: Thomas Fiedler

Octavian Ursu

Kaum hatte Siegfried Deinege seinen Verzicht auf eine zweite Amtszeit erklärt, da warf der 51-jährige Görlitzer CDU-Chef seinen Hut für die OB-Wahl in den Ring. Im November nominierte seine Partei den Musiker, der aus Bukarest stammt, seit fast 30 Jahren aber nun in Deutschland lebt. Als Betriebsrat setzte er sich jahrelang für den sozialen Ausgleich am Theater ein, wirkte im Stadtrat seit 2009, im Landtag seit 2014. Seine Kandidatur betreibt er mit Konsequenz: Für den Landtag bewirbt er sich nicht mehr.

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Der CDU-Kandidat Octavian Ursu.
Der CDU-Kandidat Octavian Ursu. © Nicolai Schmidt

Franziska Schubert

Die bündnisgrüne Landtagsabgeordnete Franziska Schubert hat als Einzige die Unterstützung mehrerer Gruppen. Es waren Görlitzer, die sich im Netzwerk „Motor Görlitz“ zusammentaten, die zuerst die 36-jährige Neugersdorferin fragten, ob sie nicht an der Neiße kandidieren wolle. Bürger für Görlitz und Bündnisgrüne nominierten sie dann auch als ihre OB-Kandidatin. Seitdem tourt sie durch Görlitz. Einen Listenplatz für den Landtag strebt sie, die in Göttingen Europäische Studien studierte, trotzdem an.

Franziska Schubert tritt für die Bündnisgrünen an.
Franziska Schubert tritt für die Bündnisgrünen an. © Archivbild: Pawel Sosnowski

Sebastian Wippel

Seit dem Wochenende steht Sebastian Wippel auf Platz 5 der AfD-Landesliste zur Landtagswahl. Am 10. März könnte der 36-Jährige sich von der AfD auch noch als Direktkandidat im Görlitzer Walkreis aufstellen lassen. Doch bevor er in den Landtag einziehen könnte, will der Verwaltungswirt und Polizeioberkommissar Wippel am 26. Mai Görlitzer OB werden. Die AfD wirft sich dafür in Görlitz besonders in die Bresche, will sie doch ihr erstes Rathaus gewinnen. Görlitz wäre als Europastadt ein überaus prestigeträchtiger Sieg.

Sebastian Wippel möchte das Amt für die AfD gewinnen.
Sebastian Wippel möchte das Amt für die AfD gewinnen. © Archivbild: Pawel Sosnowski

Jana Lübeck

Neben Wippel ist Jana Lübeck die zweite gebürtige Görlitzerin im OB-Reigen. Damit enden aber die Parallelen. Die studierte Kulturmanagerin, Jahrgang 1984, arbeitete bei der Kulturhauptstadtbewerbung mit, auch bei der Landesausstellung. Für die Linkspartei trat sie bislang nicht groß in Erscheinung. Die Linke greift zudem zu einem alten Trick: Frau Lübeck ist auch Spitzenkandidatin für den Stadtrat. Sollte sie OB und für den Stadtrat gewählt werden, muss sie sich entscheiden, was sie künftig machen will.

Jana Lübeck ist Politikerin der Linke.
Jana Lübeck ist Politikerin der Linke. © Archiv: Nikolai Schmidt

Momo Riedmüller

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Mit 24 Jahren ist Momo Riedmüller der Benjamin im Bewerberkreis. Schon im April 2018 erklärte er seine Kandidatur, als er den Görlitzer Ortsverband der Spaßpartei „Die Partei“ gründete. Doch der zeitliche Vorsprung hat der Heilpädagogik-Student nicht für ein umfassendes Wahlprogramm genutzt. Das ist weder seine Absicht noch ist man das von seiner Partei gewohnt. Gegründet von Satirikern will sie vielmehr allen einen Spiegel vorhalten. Riedmüllers Kandidatur macht das OB-Feld in Görlitz vor allem – bunt.

Momo Riedmüller repräsentiert die Spaßpartei "Die Partei".
Momo Riedmüller repräsentiert die Spaßpartei "Die Partei". © Archiv: Nikolai Schmidt

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