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Dippoldiswalde

Diese Aufgaben drängen in Rabenau

Die Stadt wächst weiter. Das bringt Herausforderungen mit sich, die der neue Stadtrat angehen muss.

Die Pläne für das grüne Rückhaltebecken am Oelsabach hält Bauamtsleiter Falk Seidel zwar schon in Händen, trotzdem stehen noch wichtige Entscheidungen aus.
Die Pläne für das grüne Rückhaltebecken am Oelsabach hält Bauamtsleiter Falk Seidel zwar schon in Händen, trotzdem stehen noch wichtige Entscheidungen aus. © Karl-Ludwig Oberthür

Ende 2018 hatte Rabenau circa 4 425 Einwohner und verzeichnet damit im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Plus. Das bedeutet, es ziehen wieder mehr Menschen ins Stadtgebiet als weg. 

Hauptsächlich lassen sich die Neubürger in der Kernstadt, Oelsa und Karsdorf nieder. Die Nachfrage nach Wohnbaufläche steigt, das merkt die Stadt schon jetzt. Und Bevölkerungsprognosen zeigen, dass der sogenannte Speckgürtel rund um die Landeshauptstadt Dresden auch in den nächsten Jahren wachsen wird. Das bringt Herausforderungen für Rabenau mit sich, über die der neue Stadtrat entscheiden muss.

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Aufgabe 1: Weiteres Bauland für Eigenheime ausweisen

Im Auftrag eines Privatinvestors wird derzeit an der Obernaundorfer Straße in Rabenau ein neues Wohngebiet erschlossen, auf der Fläche gegenüber dem Feuerwehrgerätehaus. Nur wenige Meter davon entfernt, soll kommendes Jahr zusätzlich eine neue Eigenheimsiedlung mit 25 Grundstücken entstehen. Vorgesehen sind 550 bis 700 Quadratmeter große Grundstücke.

Neues Bauland zu erschließen, wird Thema im neuen Stadtrat sein. 
Neues Bauland zu erschließen, wird Thema im neuen Stadtrat sein.  © Karl-Ludwig Oberthür

Sukzessive möchte die Stadt den Flächennutzungsplan umsetzen, der für das Rabenauer Stadtgebiet beschlossen wurde und der festlegt, welche Gebiete in der Gemeinde wie genutzt werden können und sollen. Dazu gehört auch Bauland.

Aufgabe 2: Mehr Platz für die Oelsaer Grundschüler

Rabenau ist mit ordentlich Nachwuchs gesegnet, die Geburtenzahlen sind schon seit einigen Jahren konstant. Die Oelsaer Grundschule platzt gewissermaßen aus allen Nähten. Derzeit gehen dort 142 Kinder zur Schule. Laut Prognose steigen die Schülerzahlen bis zum Schuljahr 2020/21 weiter auf 193 Kinder. 

 Auch die Oelsaer Grundschüler brauchen mehr Platz. 
 Auch die Oelsaer Grundschüler brauchen mehr Platz.  © Karl-Ludwig Oberthür

Um für ausreichend Platz zu sorgen, soll die Schule mit mehreren Gebäudeteilen in drei Bauabschnitten umgebaut werden. Noch dieses Jahr soll mit dem ersten Bauabschnitt, dem Umbau der Kellerräume im Altbau, begonnen werden.

Kein Platzproblem hat indes die DPFA-Regenbogenschule. Der Neubau ist fertig, die neue gymnasiale Oberstufe ist im Anerkennungsverfahren.

Aufgabe 3: Entscheidung für besseren Hochwasserschutz

Das grüne Rückhaltebecken am Waldstadion beschäftigt die Stadt schon seit Längerem. Ob gebaut werden darf oder nicht, ist noch immer nicht entschieden. Alle Unterlagen sind bei der Landesdirektion Sachsen eingereicht, die in dem sogenannten Planfeststellungsverfahren führende Behörde ist. Im vergangenen Sommer gab es einen Anhörungstermin für alle, die gegen das Vorhaben Einwände eingereicht hatten. 

Noch Handlungsbedarf gibt es auch bei der Rabenauer Feuerwehr, die ein neues Gerätehaus bekommen soll.
Noch Handlungsbedarf gibt es auch bei der Rabenauer Feuerwehr, die ein neues Gerätehaus bekommen soll. © Visualisierung: Reiter Architekten GmbH

Dabei ergab sich, dass Rabenau den Gewässerabschnitt am Stadion aufwerten muss. Die Entwurfsplanung dafür wurde in Auftrag gegeben. Wann über das Rabenauer Vorhaben entschieden wird, ist noch offen, vielleicht dieses Jahr. Die Umsetzung der Maßnahme obliegt dann dem Stadtrat.

Aufgabe 4: Den Brandschutz weiter verbessern

Die Rabenauer Feuerwehr muss derzeit noch mit beengten Platzverhältnissen klarkommen, doch das soll sich schon bald ändern. Das neue Feuerwehrhaus ist bereits in Planung, auf dem bisherigen Gelände des städtischen Bauhofs soll es gebaut werden, an der Ecke August-Bebel-Straße/Obernaundorfer Straße. Der Neubau ist bereits beschlossene Sache. Baustart könnte 2020 sein, wenn denn entsprechende Fördermittel vom Freistaat bewilligt werden. Ausgegangen wird bei der Stadtverwaltung von 1,5 Millionen Euro Gesamtkosten und 540 000 Euro an Fördermitteln. Die Differenz müsste die Stadt Rabenau aus eigenen Mitteln bestreiten. Die Bauleistungen beauftragen muss der neue Stadtrat.

Die Kandidaten für den Rabenauer Stadtrat

Einige Wechsel stehen im Rabenauer Stadtrat jetzt schon fest, denn ein paar langjährige Stadträte treten nicht mehr als Kandidaten an, aus verschiedenen Gründen: Marco Pietsch tritt nur noch für den Ortschaftsrat Oelsa an. Jens Goldbach (nur noch Kandidat für den Ortschaftsrat Spechtritz) und Jens Hoffmann (nur noch Kandidat für den Ortschaftsrat Rabenau) tun es ihm gleich. Eine Partei, die bisher im Stadtrat vertreten war, stellt dieses Mal keinen Kandidaten zur Wahl, die Linke.

Kandidaten CDU: Armin Groß, Axel Bormann, Tom Klinnert, Jörg Ihbe, Robert Leichsenring, Rainer Silbermann, Jens Prange, Tino Börner, Jens Meyer, André Pretzschner

Freie Wählergemeinschaft Rabenau: Erik Derr, Jan Keilig, Andreas Faust, Simone Weiske, Sylvia Hennig, Jörn Schwarze, Rembrandt Hennig.

Wählervereinigung „Pro Rabenau“: Rainer Steyer, Sandy Lorenz, Mandy Gara, Volker Kotula, Mario Reuter.

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