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Döbelner Alphabet weist den Weg von A wie Altar bis Z wie Zentrum

„Die Verteilerkästen stören die Ansicht des neu gestalteten Niedermarktes. Sie umzusetzen und die Leitungen neu zu verlegen, hätten wir uns nicht leisten können“, erklärt Bürgermeister Axel Buschmann....

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Von Elke Kunze

„Die Verteilerkästen stören die Ansicht des neu gestalteten Niedermarktes. Sie umzusetzen und die Leitungen neu zu verlegen, hätten wir uns nicht leisten können“, erklärt Bürgermeister Axel Buschmann. Deshalb hätten die Architekten angeregt, sie mit einer Stadtcollage zu verkleiden, die sich hinter Glas befindet und angestrahlt wird. Realisiert wurde letztlich eine Verkleidung, die weniger künstlerisch als vielmehr informativ ist und etwa 10 000 Euro kostet.

Auf den Tafeln, die die Verteilerkästen umhüllen, dominieren die Stadtfarben Gelb und Schwarz. Ein Stadtplan weist Fremden den Weg. „Oder Schulklassen nutzen ihn zum praxisnahen Unterricht“, regt Bürgermeister Buschmann an. Zur Erklärung der Stadtplans enthält die Legende das „Döbelner Alphabet“, das Sehenswürdigkeiten von A wie Altar der Nicolaikirche bis Z wie Zentrum enthält. Wer sich mehr Zeit nimmt, kann die Informationen auf der Rückseite studieren. Stadtplaner Thomas Hanns, Stadtsprecher Thomas Mettcher sowie die Verwaltungsmitarbeiterinnen Angela Pätzold, Kathrin Fuchs und Irina Schädlich haben unter anderem Informationen über den Riesenstiefel, das Theater, die Pferdebahn, über das Rathaus und Döbelner Künstler zusammengetragen. „Dieser Überblick hilft Ortsfremden, wenn die Stadtinformation geschlossen ist“, sagt Thomas Hanns. Die Stiefelspuren verweisen auf den Stummen Stadtrundgang. Das sind die farbigen Fußabdrücke, denen Touristen von einer Attraktion zur nächsten folgen können.

Damit der überdimensionale Stadtplan und Touristenführer lange erhalten bleibt, ist er aus besonderem Material. „Es ist wetter-, UV- und urinbeständig“, erklärt der Stadtplaner. Und René Schwenke und Niels Gaida von der Firma Bauer, die gerade die Seitenteile anbringen, schildern, dass sich sogar Graffiti abwischen lässt.

Die Tafeln werden beleuchtet und sind zudem klappbar, so dass bei Reparaturen komplikationslos die Verteilerkästen erreichbar bleiben. „Das ist wie bei einem Adventskalender, nur nicht mit so vielen Fenstern“, erklärt Stadtplaner Thomas Hanns.