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Drei Villen fanden jetzt endlich ihre Käufer

Neugersdorf. Die Oberlandstadt hat bereits über längere Zeit Schwierigkeiten, einen ausgeglichenen Haushalt zu gestalten. Auch in diesem Jahr gelang dies nicht. Fehlsummen mussten über Jahre mitgeschleppt werden.

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Neugersdorf. Die Oberlandstadt hat bereits über längere Zeit Schwierigkeiten, einen ausgeglichenen Haushalt zu gestalten. Auch in diesem Jahr gelang dies nicht. Fehlsummen mussten über Jahre mitgeschleppt werden. Gebäudeverkäufe sollen nun das Finanzsäckchen der Stadt in geeigneter Höhe auffüllen.
Insgesamt vier Villengrundstücke wollte man nun in diesem Jahr an den Mann bringen. Letztendlich konnten nur drei dieser Grundstücke zum Verkauf ausgeschrieben werden. Eine dieser Immobilien bekommt höchstwahrscheinlich der Alteigentümer zurück. Für die verbleibenden drei Grundstücke fassten die Stadträte unlängst die entsprechenden Verkaufsbeschlüsse.
Somit hat nun auch das Bürgerhaus in der Käthe-Kollwitz-Straße (einstmals Jugendklub) einen neuen Herrn. Der Käufer habe geäußert, dass das Haus in ähnlicher Weise wie bisher, also als gastronomische Einrichtung mit Hotelbetrieb, weitergeführt werde. Der erzielte Verkaufspreis sei, wie Bürgermeister Michael Krannich bemerkt, realistisch. Eine Summe, die dem Verkehrswert entspricht, konnte allerdings nicht erreicht werden. Ein weiteres Gebäude ist die Villa Fröbelstraße 16. Sie beherbergte früher die Poliklinik und später den Kindergarten. Der neue Besitzer will nun die Immobilie in ein Wohnhaus umwandeln. Mit dem erzielten Verkaufserlös sei die Stadt zufrieden.
Das Villengrundstück an der Hauptstraße 2 wechselte allerdings weit unter dem Verkehrswert den Besitzer. Für diese Immobilie habe es nur ein konkretes Gebot gegeben. Das Objekt sei nicht rentierlich darstellbar. Durch die vorhandenen Einbauten wäre das Gebäude, vormals ebenfalls Kindereinrichtung, nur bedingt umzunutzen. Eine Sanierung, vor allem im denkmalgeschützten Bereich, werde sehr aufwendig und teuer. Die anfallenden Kosten können durch Mieteinnahmen nicht gedeckt werden. Deshalb sei die Stadt mit dem Angebot einverstanden gewesen. Vielleicht können bei nun folgenden Verhandlungen noch Veränderungen erreicht werden.
Wenn nun die geplanten Einnahmen kommen, könnten vorhandene Fehlsummen ausgeglichen werden. Die Stadt rechnet insgesamt mit einer Summe von 1,55 Millionen Mark. Und was das Wichtigste ist: Dann käme Neugersdorf noch in diesem Jahr zu einem ausgeglichenen Haushalt. (stf)

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