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Dreikampf ums Gold der Inka

In Kamenz wird derzeit für eine TV-Sendung gedreht. Ein Taucher ist auch am Start.

Von Kerstin unterstein

Wie aufwendig Fernsehmachen ist, erlebten jetzt Jost Krause, aber auch Daniel Ruprecht mit seinen Dumperfahrern sowie Mario Steinmetz und seine jungen Tänzerinnen und Tänzer von „Kamenz can Dance“ hautnah: Sie sind am kommenden Freitag in der MDR-Show „Inka Bause live“ in der Kamenzer Sporthalle im Bildungszentrum die sogenannten Leidenschaftler, die mit ihrer besonderen Passion um das Gold der Inka kämpfen.

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Dass die produzierende Firma Saxonia Entertainment die drei Kandidaten wirklich ins rechte Licht rücken möchte, damit sie bei den Zuschauern, die per Telefon oder im Internet den Sieger küren, überzeugen können, zeigt sich in immensem Aufwand: Schon mehrfach war Redakteur Mario Süßenguth in Kamenz und der Region unterwegs, um kleine Werbetrailer zu drehen.

Jetzt entstanden noch die knapp zweiminütigen Beiträge, die in der Halle und im Fernsehen zu erleben sein werden, ehe der jeweilige Kandidat die Bühne betritt. Das heißt, Mario Süßenguth drehte mit Kameramann Marc Voigt und Tonchef Christoph Wonneberger für das Rohmaterial. Gemeinsam mit einem Cutter wird Süßenguth dann noch viele Stunden in einem Leipziger Studio verbringen, um die knackigen Beiträge entstehen zu lassen, die mit Musik unterlegt sein werden und zu denen Moderatorin Inka Bause selbst die erklärenden Worte spricht. Beim Dreh mit Jost Krause am Sparmannschen Steinbruch in Kamenz durfte die SZ dabei sein. Nach drei Stunden war noch nicht alles im Kasten, was sich Süßenguth vorher in seinem Drehbuch vorgenommen hatte.

Kameramann Marc verfolgte den 45-jährigen Kamenzer in seiner Tauchbasis auf Schritt und Tritt. Den Anfang machte Jost Krauses Routine-Rundgang an jedem Morgen, um das Wasser und den Uferbereich zu begutachten und danach eine Wasserprobe zu entnehmen, die dann mittels einer Sonde untersucht wird. Dass dabei nicht alles beim ersten Mal wie gewünscht klappte, störte beide Seiten wenig – aber mehr als drei Versuche brauchten sie kaum, auch bei den kurzen Interviews schlug sich Jost Krause fast wie ein Medienprofi. Trotzdem schallte es immer wieder: „Mach das bitte noch mal, Jost.“ Oder: „Bitte noch mal etwas zügiger gehen und auf das Wasser schauen.“ Oder: „Den Anlauf machen wir jetzt doch mit dem Seil für die Flasche – und bitte.“ Diese zwei Worte bedeuteten dem Taucher, dass die Kamera wieder lief. Das tat sie auch, als sich Jost Krause in seinen Taucheranzug zwängte und die schwere Sauerstoffflasche in ungewohnter Lage anlegte. Natürlich war Marc auch an Jost Krauses Seite, als er in den Steinbruch einstieg und langsam im Wasser verschwand. „So jetzt geht’s los – folgt mir in die Tiefe“, dann war der Kandidat für das Gold der Inka einige Minuten allein in dem etwa fünf Grad kalten Wasser unterwegs – aber er hatte eine Unterwasserkamera dabei und filmte einige Impressionen, die kommenden Freitag auch im Beitrag zu sehen sein werden. Danach verriet er: „Die Sicht war wunderbar, und auch die riesigen Störe sind sofort angeschwommen gekommen, das werden sicher herrliche Bilder.“ Aber damit war es noch nicht genug, denn ein paar Ideen wollte Mario Süßenguth noch verwirklichen. Inzwischen herrschte Hochbetrieb am Steinbruch – die Taucher drängten ins Wasser. Einige standen allerdings davor noch bereitwillig für weitere Einstellungen zur Verfügung.

Danach ging es für den Kameramann in einem Kahn eine Runde über den See und wagemutig auf einen Felsvorsprung, um Jost Krause beim Fischefüttern ganz nah zu sein. Auch da konnte der Leidenschaftler noch lachen, denn die Herausforderung, um das Gold der Inka anzutreten, hat er gern angenommen. Da übersteht man schon einen solchen Filmdreh von über drei Stunden für knappe zwei Minuten Sendezeit.

Das Lampenfieber hielt sich dabei noch in Grenzen – das wird für Jost Krause, Daniel Ruprecht, Mario Steinmetz und ihre Mitstreiter am Freitag bei der Show wahrscheinlich ein bisschen anders sein. Da gibt es keinen zweiten Versuch. Deshalb wird ab morgen schon fleißig geprobt.