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Dresden: Demo für durchgängigen Radweg

Entlang der Dürer- und Wormser Straße gibt es Lücken auf der Radroute, die die Stadt Dresden längst beheben wollte. Eine Einbahnstraße ist das Problem.

Kurzzeitig war der Abschnitt auf der Wormser Straße zwischen Festscher- und Huttenstraße bei der ADFC-Demo auch in der Gegenrichtung befahrbar.
Kurzzeitig war der Abschnitt auf der Wormser Straße zwischen Festscher- und Huttenstraße bei der ADFC-Demo auch in der Gegenrichtung befahrbar. © ADFC Dresden

Dresden. Es gibt mehrere Radrouten von Blasewitz und Striesen in die Dresdner Innenstadt. Während die Ostmagistrale von der Pillnitzer Straße, über Borsberg- und Schandauer bis zur Wehlener Straße schon gut ausgebaut ist, hat die Route entlang der Dürer- und Wormser Straße ihre Tücken. Vor allem der Abschnitt zwischen Fetscherstraße und Huttenstraße behindert Radfahrer, weil sie eine Einbahnstraße ist, die nicht in der Gegenrichtung befahren werden darf. Darüber hinaus hat sie dort grobes Kopfsteinpflaster, was das Radfahren zusätzlich unattraktiv macht.

Am Mittwochmorgen haben Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in der Wormser Straße für eine attraktive und sichere Radroute zwischen der Innenstadt, der Johannstadt und Striesen demonstriert. Während der Kundgebung richtete der ADFC einen Radweg entgegen der Einbahnstraße ein und schloss so für kurze Zeit die Lücke im Radnetz. Nach ADFC-Aussage habe das Stadtplanungsamt bereits 1997 verkündet, diesen Missstand beheben zu wollen. Passiert ist seitdem nichts.

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Der ADFC fordert, dass die Stadtverwaltung die Einbahnstraße schnell öffnet und den Bodenbelag verbessert, wie es auch das Radverkehrskonzept der Stadt Dresden vorsieht. Nils Larsen, Mitglied im Vorstand des ADFC Dresden, zeigt sich verwundert über den Stillstand im Stadtplanungsamt: "Viele Menschen warten seit Jahrzehnten vergeblich auf eine Öffnung der Einbahnstraße für den Radverkehr." Dabei könnten solche Netzlücken mit einfachsten Mitteln behoben werden. 

Radfahrende, die aus der Wormser Straße kommen, sollen kurz vor der Kreuzung mit der Fetscherstraße auf einem Radweg nach rechts abbiegen und die östliche Dürerstraße passieren können. Die weitere Fahrt in Richtung Johannstadt sollte über die vorhandene Ampel von der östlichen Dürerstraße in die westliche Dürerstraße erfolgen. So lautet der Vorschlag des ADFC, den man "Fahrradschleuse" nennen könnte. Eine ähnliche Lösung an einer fünfarmigen Kreuzung gibt es in Dresden bereits seit Mitte 2019 an der Tichatscheckstraße in Pieschen.

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Im Idealfall sollte, so Nils Larsen vom ADFC Dresden, auch die östliche Dürerstraße für Radfahrende in beide Richtungen geöffnet werden, wie es das Radverkehrskonzept der Stadt Dresden ebenfalls vorsieht. Der Lückenschluss sollte bis Jahresende 2020 behoben werden, so der ADFC Dresden.

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