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Dresden grüßt seine Gäste künftig nicht mehr im Dunkeln

Der Bauträger USD saniert am Postplatz ein Hochhaus. Hinter dem Elfgeschosser gibt es noch drei weitere Baustellen.

Von Peter Hilbert

Volkmar Wulf kommt es jetzt zugute, dass er gut zu Fuß ist. Treppensteigen gehört für den Polier der Dresdner Baufirma Fira derzeit zum Alltagsgeschäft. Der 49-Jährige überwacht die Abrissarbeiten im Elfgeschosser Freiberger Straße 2 direkt hinter dem Postplatz. Der Dresdner Bauträger USD Immobilien will dieses und die beiden benachbarten Hochhäuser sanieren. Zudem werden direkt daneben drei neue Wohnkomplexe errichtet. Insgesamt will die USD hier 32 Millionen Euro investieren. Bis 2015 soll das Großprojekt beendet sein. USD-Projektleiter Sebastian Forkert erläutert, wie weit die Bauarbeiten fortgeschritten sind und wie es weiter geht.

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© Jörn Haufe

Der Elfgeschosser: Ein Penthouse verhindert künftig die Leuchtreklame

Im September hatte die Sanierung des ersten Elfgeschossers direkt am Postplatz begonnen. Die letzten Mieter waren im vergangenen Jahr ausgezogen. Die bisher 40 werden zu 51 Wohnungen ausgebaut. Bis zum 5. Stock sind bis zu 42 Quadratmeter große Einraum-Wohnungen geplant, in den Etagen darüber Drei- bis Vierraumwohnungen mit einer Fläche zwischen 68 und 98 Quadratmetern. Unter dem Dach des 1964 fertiggestellten Elfgeschossers wird ein 223 Quadratmeter großes Penthouse ausgebaut. Die Besonderheit: Erhalten bleibt dort der markante Schriftzug „Dresden grüßt seine Gäste“, der auch aufpoliert wird. Allerdings soll er künftig nicht mehr leuchten, da sonst die Penthouse-Bewohner Flutlicht in der Wohnstube hätten, begründet Forkert.

Derzeit sind bis zu 40 Bauleute von regionalen Firmen dabei, Wände im Inneren herauszureißen, um das Gebäude so für die neuen Wohnungen vorzubereiten. Zudem werden alte Kabel und Leitungen entfernt. „So ein Altbau birgt immer Überraschungen“, sagt Forkert. Da müsse oft schnell reagiert und eine Lösung gefunden werden. So zählen bei den Bauleuten die Betonsägen derzeit zum täglichen Handwerkszeug. „Mit dem Boschhammer ist beim Abbruch der harten Wände oft nichts zu machen“, berichtet Polier Wulf.

In Kürze wird schon damit begonnen, neue Wände einzubauen und Stromkabel neu zu verlegen. Geplant ist später auch, die Balkone zu vergrößern und die neue Fassade mit einer starken Wärmedämmung auszustatten. Ende des nächsten Jahres soll das Hochhaus dann komplett saniert sein.

Der Fertige: Viele neue Besitzer ziehen in ersten Neubau an der Freiberger

Umzugsautos prägen das Bild vorm ersten Neubaukomplex der USD an der Freiberger Straße 2 a–c. Errichtet wurde hier ein vierstöckiger Komplex mit 26 Eigentumswohnungen und einer Tiefgarage. Etwa 80 Prozent der Eigentümer ziehen selbst in ihre eigenen vier Wände. Für diese zahlen sie nach USD-Angaben in den neuen Häusern zwischen 2 500 und 2 700 Euro je Quadratmeter. Die letzten Arbeiten sind kürzlich abgeschlossen worden. Mit diesem Neubau hatte die USD im Juni 2012 ihr Großprojekt an der Freiberger Straße begonnen.

Der Nachfolger: Nach dem Richtfest hat der Innenausbau begonnen

Zwischen den beiden alten Hochhäusern hat der nächste Neubaukomplex auf der Freiberger Straße 4 a–c inzwischen schon sichtbare Konturen angenommen. Im August war der Rohbau fertig und die USD konnte mit den neuen Eigentümern das Richtfest feiern. Hier entstehen 26 Zwei- bis Fünfraumwohnungen. Eine Tiefgarage wird ebenfalls errichtet. Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan. Im Frühjahr nächsten Jahres sollen die Häuser dann fertiggestellt werden.

Der Letzte: Bewohner könnenim Frühjahr 2015 einziehen

An der Ecke Alfred-Althus-/Freiberger Straße errichtet die USD den letzten und größten Neubau-Komplex. In den Häusern 6 a–c entstehen bis Frühjahr 2015 38 Zwei- bis Fünfraumwohnungen, zwischen 56 und 216 Quadratmeter groß. Saniert werden später auch die Elfgeschosser Freiberger Straße 4 und 6. Dort wohnen noch einige Familien, die nach dem Ausbau wieder einziehen wollen. Wann die Sanierung genau beginnt, kann Forkert noch nicht sagen. Bis 2015 sollen die Arbeiten beendet sein.