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Ein kritischer Geist aus Dresden

Der Dichter Volker Braun verteilt Handstreiche und erinnert an zermürbende Kämpfe mit der DDR-Zensur. Jetzt wird er 80.

Von Rainer Kasselt
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© Arno Burgi/dpa

Was erwartet ihr von mir?, fragt Volker Braun. „Widersprüchliches werdet ihr hören.“ Ihn zog der Widerspruch groß. Vor Maximen scheut er zurück, vor Endgültigem. Er mag Rippenstöße, Fingerzeige, Fußangeln. „Handstreiche“ nennt der Dichter sein jüngstes Buch. Ein Zettelkasten mit Zitaten, Sentenzen, Aphorismen. Knapp hundert Seiten Einsichten, Ansichten, Aussichten aus der Werkstatt eines poetischen und philosophischen Kopfes. „Maximen und Moritzen“ ist der saloppe, heitere Untertitel des Bandes. Frei nach Goethe und nach Wilhelm Busch, dessen Buben Max und Moritz mit ihren bösen Streichen Pate standen.

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