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Dresdner Sterne funkeln in Görlitz

Passend zur Weihnachtszeit kreiert Künstler Andreas Schildhauer leuchtende Sterne aus regionalen Materialien.

Von Tobias Hoeflich

Porzellan aus Freiberg, Glasperlen aus Tschechien, Spezialkleber aus der Tube: Das ist alles, was der Dresdner Künstler Andreas Schildhauer für seine Glasperlensterne braucht. Nachdem der 45-Jährige im vergangenen Jahr mehrere Hundert Stück angefertigt hatte und auf große Resonanz stieß, stellt er sie auch in diesem Jahr wieder her. In sechs sächsischen Städten sollen sie erhältlich sein, neben Dresden etwa auch in Leipzig, Chemnitz und Görlitz. „Ich hoffe, dass sich die Sterne in der Region etablieren und vielleicht ein Weihnachtsklassiker werden könnten.“

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...und lassen Sie sich elektrisieren.

Als Basis für seine kleinen Kunstwerke dienen sternenförmige Porzellanteller, die in Freiberg produziert werden. Noch im vergangenen Jahr hat er Edelstahl verwendet, was sich jedoch als weniger geeignet erwies. 30 Glasperlen zieren dann den Teller, die in Dreiergruppen darauf gelegt werden. Untereinander haften die Kugeln durch einen speziellen UV-Kleber.

„Das Prinzip mit den Glasperlen ist völlig neu, obwohl es so simpel ist.“ Der Clou: Eine leuchtende Kerze, die in der Mitte des Porzellantellers platziert wird, erzeugt durch die Lichtbrechung in den Perlen besondere Effekte und Muster. „Je nachdem, wie die Glaskugeln angebracht sind, entstehen dabei eigenwillige, faszinierende Lichtkonstruktionen“, erklärt er.

Von einer Bekannten hat er im vergangenen Jahr Hunderte dieser Glasperlen übernommen und eine Verwendung für sie gesucht. Dabei kam ihm die Idee, sie auf einen sternenförmigen Teller zu legen. Jedes seiner Exemplare fertigt Schildhauer persönlich in seinem Dresdner Atelier. Und die Filigranarbeit ist anstrengend: Rund 650 Perlen liegen auf seiner Arbeitsplatte bereit. „Das kann man keine acht Stunden machen“, sagt Schildhauer, von Hauptberuf Maler und Grafiker. Dennoch träumt er davon, eines Tages eine Manufaktur zu gründen und seine Sterne dort zu produzieren – allerdings fernab von Massenware: „Es soll ein hochwertiges Produkt sein, das eng mit der Region verbunden ist.“

Die Sterne sind in der Comenius-Buchhandlung auf der Görlitzer Steinstraße erhältlich.