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Radeberg

Drogeriemarkt und Edeka ziehen ins EKZ

Ab Februar wird das Haus aufwendig modernisiert. Neue Mieter haben bereits Verträge unterschrieben.

Schicke Fassade, neue Eingänge: Das Einkaufszentrum in Radeberg wird umgestaltet. Knapp neun Millionen Euro investiert die Eigentümerin, die Defama AG, in die Arbeiten. Im November 2020 soll alles fertig sein. Dann sind unter anderem der Biomarkt Biowelt,
Schicke Fassade, neue Eingänge: Das Einkaufszentrum in Radeberg wird umgestaltet. Knapp neun Millionen Euro investiert die Eigentümerin, die Defama AG, in die Arbeiten. Im November 2020 soll alles fertig sein. Dann sind unter anderem der Biomarkt Biowelt, © Visualisierung: Defama

Eine Achterbahn der Gefühle erlebten Kunden und Händler des EKZ in den vergangenen Monaten: Ende vergangenen Jahres gab die Eigentümerin, die Defama Deutsche Fachmarkt AG, bekannt, dass das Einkaufszentrum umgebaut wird. Mietern wurde gekündigt. Die Arbeiten sollten im Juli 2019 beginnen. Wegen Unstimmigkeiten in den Planungsunterlagen konnte der Termin nicht gehalten werden. Eine Schließung zum Jahresende war im Gespräch. Jetzt ist endlich klar, wie es mit Radebergs einzigem Einkaufszentrum weitergeht. Die SZ beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wann beginnen die geplanten Umbauarbeiten?

Die Erleichterung ist Matthias Schrade, Vorstand der Defama, anzumerken. „Wir sind sehr froh, dass uns jetzt die Baugenehmigung vorliegt. Damit können die Arbeiten wie vorgesehen im Februar 2020 beginnen.“ Nach seinen Informationen werden die meisten Mieter somit bis in den Januar ihre Geschäfte geöffnet haben. „Sicher ist, im wichtigen Weihnachtsgeschäft und über den Jahreswechsel werden sie für die Kunden da sein.“ Der Umbau erfolgt in recht kurzer Zeit. Bereits im November 2020 soll das neue Einkaufszentrum wieder öffnen. „Wenn alles planmäßig läuft, sollen im Oktober die Flächen an die Mieter übergeben werden.“ Er bedankt sich in diesem Zusammenhang bei der Stadt Radeberg, beim Stadtrat, bei der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit.

Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint

Für Hautbedürfnisse gilt dasselbe wie für Beziehungen oder Arbeitssituationen: Die richtige Balance sorgt für langfristiges Wohlbefinden. Charlotte Meentzen hat schon damals verstanden, dass schöne Haut am erfolgreichsten zusammen mit dem Geist gepflegt wird.

Wie wird das Einkaufszentrum nach dem Umbau aussehen?

Das Einkaufszentrum wird komplett umgestaltet. Die Fassade erhält ein modernes Aussehen. Auf der Eingangsseite wird eine Klinkerwand errichtet (siehe Visualisierung). Beide Eingänge rücken näher zusammen. Die derzeit sehr steile Rampe zwischen Parkplätzen und den Eingängen wird flacher. „Ganz abschaffen können wir sie nicht, da wir das Gebäude ja nicht anheben können.“ Innen wird die lange Passage verschwinden. An den beiden Eingängen werden rechts und links kleinere Geschäfte wie Bäcker, Frisör, Blumenladen und Imbiss angeordnet. Unmittelbar gegenüber schließen sich die Bereiche der Supermärkte an. „Schaufensterwände wird es in dem neuen Einkaufszentrum nur noch wenige geben. An vielen Stellen werden große verschiebbare Glaswände installiert. Die Läden sind dann weit geöffnet, die Übergänge zwischen den Läden werden quasi fließend sein. Der Eindruck ist sicher insgesamt freundlicher als bisher“, sagt Matthias Schrade. Insgesamt investiert die Defama fast neun Millionen Euro in den Umbau.

Welche Geschäfte öffnen im neuen Einkaufszentrum?

Kunden können künftig im Discounter Aldi und in einem KiK-Modegeschäft einkaufen. Hauptmieter wird ein Edeka-Markt werden. Er belegt die größte Fläche. Außerdem zieht der Drogerie-Markt DM in das Einkaufszentrum ein. „Die Drogerie war ein Wunsch vieler Kunden, das haben wir in Gesprächen immer wieder gehört.“ Außerdem werden etliche Mieter, die jetzt schon im EKZ zu finden sind, weiterhin vertreten sein: der Biomarkt, das Centerbistro, Uhren/Schmuck, Frisör, Reisebüro und Blumenladen. „Aldi, KiK und auch der Biomarkt werden mehr Fläche zur Verfügung haben als bisher.“ Konsum ist im neuen Einkaufsmarkt nicht mehr vertreten.

Bekommt das EKZ einen neuen Namen?

Ja. „Wir hatten ja die Radeberger aufgerufen, uns Vorschläge einzureichen. Etliche Einsendungen haben uns erreicht. Darunter waren viele, die den Bezug zur Umgebung zum Silberberg herstellten. Daran haben wir uns gehalten.“ Das Einkaufszentrum wird nach der Wiedereröffnung ,Silberberg Center‘ heißen.

Was sagen die Mieter?

Viola Kaufmann, Geschäftsführerin des Biomarktes Biowelt, ist überglücklich. „Endlich steht fest, dass es losgeht. Nach der langen Hängepartie sind wir darüber sehr froh.“ Im neuen Jahr wird sie mit ihrem Team in ihren Biomarkt in Dresden Weißig ziehen, bis dahin hat sie im EKZ geöffnet. „Wir bleiben alle zusammen. Keinen meiner Mitarbeiter muss ich entlassen. Nach der Umbauphase kommen alle wieder zurück nach Radeberg“, sagt sie. Sie freut sich schon jetzt auf die Wiedereröffnung. „Dann werden wir doppelt so viel Fläche haben wie bisher. Wir werden das Sortiment erweitern mit viel Obst und Gemüse und einem eigenen Backshop“, sagt sie. 

Auch Kathrin Hauke, Chefin des Center Bistros, ist froh, dass es endlich losgeht. „Die ersten Gespräche gab es ja 2016, erst jetzt haben wir einen verbindlichen Termin.“ Ihr Bistro wird während der Umbauarbeiten in einem Container vor dem EKZ bleiben. „Unsere Kunden werden uns also weiterhin hier am Standort besuchen können.“ Alle ihre Mitarbeiter werden weiterbeschäftigt. Nach dem Umbau wird auch sie mehr Fläche zur Verfügung haben. „Wir werden das Bistro neu und modern gestalten. Wir suchen zusätzliche Mitarbeiter, unter anderem einen ideenreichen Koch“, sagt sie.

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Auch Friseurin Evelin Widtmann und ihre Mitarbeiterinnen werden weiterhin am Center anzutreffen sein. „Wir ziehen während der Umbauphase ebenfalls in Container, danach eröffnen wir wieder unser Geschäft im Center. Jeder kann sich also auch während der Bauarbeiten hier die Haare frisieren lassen“, sagt Chefin Evelin Widtmann.