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Druckguss ist gerettet

Die neuen Besitzer sitzen in Amerika, England und Australien. Sie wollen weiter produzieren und die Arbeitsplätze erhalten.

Von Heike Sabel

Anderthalb Jahre Bangen sind zu Ende. Der Druckguss Dohna und zwei weitere Betriebe der DGH-Gruppe sind verkauft. Insolvenzverwalter Franz-Ludwig Danko hat sie an die Oak Hill Advisors verkauft, eine Firma mit Sitz in Amerika, England und Australien, die mehrere Investoren vertritt. Übernommen werden die Druckguss Heidenau GmbH, die Druckguss Hof GmbH und die Zerspanungs- und Industrietechnik Dohna GmbH. Über den Kaufpreis sie Stillschweigen vereinbart worden.

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Entscheidend für Dohna ist der Erhalt der Arbeitsplätze und des Standortes. Deshalb begrüßt auch Bürgermeister Ralf Müller (CDU) den Verkauf. „Sicherlich werden für die weitere Standortsicherung noch einige Anstrengungen vonnöten sein, die Stadt Dohna wird im Interesse der Arbeitsplätze im Ort jede mögliche Unterstützung geben“, sagt Müller.

Zur DHG-Gruppe gehörten vier Firmen, die erste in Sachsen-Anhalt war bereits im April verkauft worden. Nun folgten die drei weiteren darunter Dohna als größter Standort mit rund 400 Beschäftigten. „Mit dem Verkauf haben nun sämtliche Unternehmen der Gruppe wieder eine Zukunft“, sagt Danko. „Dass es gelungen ist, im Insolvenzverfahren auch praktisch alle Arbeitsplätze der Gruppe zu erhalten, freut mich besonders.“ Die Betriebsübergabe soll im Januar erfolgen. Oak Hill Advisors habe versichert, an den Standorten weiter zu produzieren und nahezu alle Arbeitsplätze erhalten zu wollen.

Die Druckguss-Gruppe hatte im Juni vergangenen Jahres Insolvenz angemeldet. Ursache waren der Preisdruck in der Autozuliefererindustrie und alte Verträge, die das Unternehmen in Schwierigkeiten gebracht hatten.