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Ein Bürgermeister aus Dresden

Winfried Lehmann ist der Neue im Radebeuler Rathaus. Mit reichlich guten Ideen, die den Radebeulern nützen sollen.

Eigentlich kann er seit knapp einem Monat zu Fuß zur Arbeit gehen. Winfried Lehmann (59, CDU) ist Radebeuler, wohnt in Mitte. Das Radebeuler Rathaus ist von seinem Zuhause nur anderthalb Kilometer entfernt. Das mit dem zu Fuß gehen macht er auch, wenn es die Termine zulassen. Er ist der Zweite Bürgermeister, zuständig für das Personal der Stadt, für Ordnung und Sicherheit, das Stadtarchiv, das Meldeamt. Und OB Bert Wendsche (parteilos) hat ihm noch die Verantwortung für den städtischen Sportstättenbetrieb übertragen. Da muss keine Langeweile aufkommen. Auch nicht, wenn das bisherige Amt in Dresden eine noch ganz andere Dimension hatte. Dort war er ebenso der Verwaltungsbürgermeister – zuständig für etwa 1 000 Mitarbeiter und mit einem Etat von rund 280 Millionen Euro.

Die neue Mitarbeiterzahl und der Etat machen etwa ein Zwanzigstel im Vergleich zur Landeshauptstadt aus. Was nicht weniger Aufgaben bedeuten muss, sagt Lehmann. Wenn er jetzt zum Mittagessen geht, wird der Neue angesprochen auf die Parkplatzsituation am Bahnhof gegenüber. Vom Lößnitzstadion und dem Krokofit-Freizeitzentrum wohnt der Zweite Bürgermeister nur einen großen Steinwurf entfernt. „Du bist tiefer dran, brauchst wieder ganz normales Handwerkszeug“, sagt er. Mit den Leuten direkt reden, das sei viel besser als E-Mails zu schreiben und einen Akt anzulegen, der sich zu einem Berg auswächst. Das mit den Parkplätzen und Falschparkern ist da so ein Thema. Winfried Lehmann will noch nichts versprechen. Aber das punktuell etwas geschehen müsse, das weiß er schon heute. Ihm ist auch klar, dass seine wenigen Mitarbeiter im Gemeindlichen Vollzugsdienst, wie Politessen auf Amtsdeutsch heißen, sich nicht zerteilen können. Aber er will mit ihnen reden, damit sie wirklich zu den schwierigen Zeiten am Ort des Geschehens sind.

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Nicht anders bei den Sportstätten. „Wir brauchen mehr Kontakt zu den Vereinen in der Stadt. Winfried Lehmann spricht vom SSV-Planeta-Bootshaus und nennt es ein Pfund für die Stadt, dass es hier so etwas gibt. Dass das Weinbergstadion der Fußballer wieder unter die Stadtfittiche kommt, erleichtere die Kontrolle der Spielzeiten, sagt er, auf den Konflikt mit Anwohnern anspielend. (SZ/red)