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Ein Glück, wer noch Rad fahren kann

über fehlende Geschäfte auf dem Land

Katja Schlenker

Gerade rechtzeitig scheint der Radweg zwischen Horka und Niesky fertig geworden zu sein. Vermutlich wird demnächst der eine oder andere Radfahrer mehr auf der Strecke unterwegs sein. Denn innerhalb weniger Wochen haben ein Bäcker und ein Fleischer ihre Geschäfte in Horka geschlossen. Zwar gibt es noch einen weiteren Bäcker und einige Verkaufswagen, die im Ort halten. Doch den Kühlschrank mit allem Drum und Dran füllen, das geht in Horka nicht.

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Vor allem für ältere Einwohner wird das zum Problem. Wer nicht Auto fahren kann, ist oft von anderen abhängig: von den Enkeln oder den Nachbarn. Oder eben dem Busfahrplan. Das ist dann oft mit Umwegen verbunden und anstrengend, denn die Einkäufe müssen vom Supermarkt zum Bus und von der Haltestelle bis nach Hause geschleppt werden. Ein Glück, wer da noch Rad fahren kann. Derjenige kann sich seine Unabhängigkeit bewahren. Wenn Wurst oder Käse, Obst und Gemüse knapp werden, kann einfach das Einkaufskörbchen an den Drahtesel geschnallt und losgeradelt werden. So schön das ist: Die zwei Geschäfte weniger sind ein großer Verlust für Horka und seine Einwohner.