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Ein gutes Beispiel für die Kinder geben

Kreischa. Vor der Kreischaer Grundschule auf dem Kirchweg ließ sich gestern bei der Aktion "Blitz für Kids" kein Verkehrssünder finden. Alle Autofahrer hielten die vorgegebenen 30 Stundenkilometer ein oder unterboten sie gar noch.

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Kreischa. Vor der Kreischaer Grundschule auf dem Kirchweg ließ sich gestern bei der Aktion "Blitz für Kids" kein Verkehrssünder finden. Alle Autofahrer hielten die vorgegebenen 30 Stundenkilometer ein oder unterboten sie gar noch. Der Grund: Eine Baustelle versperrte eine Fahrbahnhälfte.
Doch die 19 Viertklässler waren nicht traurig darüber, dass sie ihre vorbereiteten Fragen nicht loswerden konnten. Dafür hatten sie mehrmals Gelegenheit, sich bei Kraftfahrern zu bedanken, die von den Polizeibeamten herausgewunken wurden: Keiner war schneller als 33 Stundenkilometer gefahren. Da sagte nicht nur Marco: "Danke, dass sie die Geschwindigkeit eingehalten haben". Auch Nicole fand es richtig gut, dass der Fahrer mit seinem Verhalten den Kindern ein gutes Beispiel gegeben hat. Dafür fielen Fragen weg, bei denen die Kinder erfahren wollten, ob denn der Autofahrer wisse, dass hier keine Rennbahn sei. Polizeiobermeister Jens Hujer war mit dem Standort für seine Laserpistole weniger zufrieden. Weiß er doch aus Gesprächen mit Anwohnern, dass zwischen der Grund- und Mittelschule und dem unmittelbar benachbarten Kindergarten nicht immer rücksichtsvoll gefahren wird. Deshalb hätte ein kleiner Denkzettel manchem Kraftfahrer nicht geschadet.
Bei der Aktion "Blitz für Kids" werden jedes Jahr neue Schulen im Weißeritzkreis ausgesucht. "Wir kontrollieren vor keiner Schule zweimal", sagt Polizeihauptmeister Steffen Binnewerg. Wie notwendig solche Kontrollen sind, zeigte Anfang der Woche die Kontrolle vor der Grundschule in Reichstädt. Dort hatten etwa 30 Prozent aller Autofahrer die Geschwindigkeit überschritten (SZ berichtete). Der Schnellste fuhr 61 bei erlaubten 30 Stundenkilometern. (ar)

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