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Ein Kilo Currywurst in unter zehn Minuten

Ein Riesaer Imbiss feiert sein einjähriges Bestehen mit der ersten Stadtmeisterschaft im Currywurst-Essen.

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Von Robert Reuther

In den USA und Japan verdienen sich manche Menschen mit Wettessen ihren Lebensunterhalt. Wer schafft wie viele HotDogs oder Hamburger in zehn Minuten. Zu gewinnen gibt es dort manchmal tausende von Euros. Beim Wurstelmann Frank Rehm auf der Hauptstraße in Riesa gab es gestern bei der Stadtmeisterschaft im Currywurst-Wettessen stattdessen Bier und Sekt. „Man muss ja klein anfangen, schließlich haben wir so etwas zum ersten Mal gemacht.“

Anlässlich des einjährigen Bestehens seines Imbisses wollte Frank Rehm etwas Besonderes machen. Weil seine Currywurst für die Riesaer wohl auch etwas Besonderes ist, lag für ihn ein Wettessen auf der Hand. „Wir sind ja schließlich Sportstadt, da kann man auch sportlich Wurst essen“, sagt er. Die Idee klingt einfach. Die Männer müssen so schnell wie möglich ein Kilo Currywurst inklusive eines Brötchens essen, die Frauen ein halbes Kilo.

Titel bleibt in Riesa

Mutiger zeigten sich bei der Stadtmeisterschaft die Männer. Acht stramme Kerle saßen punkt 16 Uhr auf den orangen Bierbänken vor dem Wurstelmann, vor ihnen dampfte ein großer Teller mit Wurst und Currysoße. Ein Kilo, das klingt erst einmal nicht viel. „Aber das sind neun Würste. So viel habe ich noch nie geschafft“, sagt Frank Rehm. Den Kandidaten mutete er das allerdings zu, denn der Lohn für die Gewinner sind immerhin fünf Kästen Bier beziehungsweise 20 Flaschen Sekt für die Damen.

Je länger das Wettessen dauerte, desto gequälter schauten manche Kandidaten. Nur einer mampfte unbeeindruckt ein Wurststück nach dem anderen weg: der Riesaer Marcel Kozma. In 9:24,2 Minuten hatte er seinen Teller leer geputzt und krönte sich damit zum ersten Meister im Currywurst-Wettessen in Riesa. „Das war echt Spitze“, sagt der Gewinner glücklich. „So viel Wurst habe ich noch nie gegessen. Das war gar nicht so schlimm.“ Sein Geheimnis sei gewesen, die Wurst immer schön in einer Reihe wegzuessen. „Dann sieht man, dass es weniger wird.“ Lange satt machen werde ihn die Mahlzeit allerdings nicht, denn für den 28-Jährigen steht heute wieder das Training bei den Fußballern von Stahl Riesa auf dem Programm. „Das trainiere ich wieder weg.“

Wenn im kommenden Jahr wieder eine Stadtmeisterschaft im Currywurst-Essen stattfindet, dann will Marcel Kozma seinen Titel gern verteidigen, in unter neun Minuten, wenn möglich.

Gleiches gilt übrigens auch für Nicole Keller, die bei den Frauen knapp den ersten Platz belegte. Sie verputzte ihr halbes Kilo Currywurst in 7:47 Minuten.