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Ein Rehasport-Experte bei der FSG Medizin

Nach dem Studium und mit ersten Berufserfahrung kehrte Maik Vorback zurück nach Hoyerswerda.

Maik Vorback ist als Übungsleiter bei der Freizeitsportgemeinschaft Medizin Hoyerswerda im Rehasport tätig
Maik Vorback ist als Übungsleiter bei der Freizeitsportgemeinschaft Medizin Hoyerswerda im Rehasport tätig © Foto: Katrin Demczenko

Von Katrin Demczenko

Etwas mit Sport wollte der Abiturient Maik Vorback im Jahr 2009 auf jeden Fall studieren, weil ihm sein Fußballtraining bei dem damals noch bestehenden Hoyerswerdaer SV „Einheit“ Spaß gemacht hat. Nur weil er sich genau im Bewerbungszeitraum für das Studium der Sportwissenschaften am Knie verletzt hatte, konnte er den dafür vorgeschriebenen körperlichen Eignungstest nicht absolvieren. Also suchte er eine Alternative. Da er im Gymnasium den Leistungskurs Mathematik/Physik gewählt hatte, riet ihm der Berufsberater der Arbeitsagentur Bautzen zum Studiengang Sports engineering, einer Kombination aus Sportwissenschaften und Ingenieurwesen, erinnerte sich Maik Vorback.

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Er studierte also dieses Fach an der TU Chemnitz und erreichte 2016 den Masterabschluss. Das bedeutet, der junge Mann kann seitdem Geräte benutzen und weiterentwickeln, mit denen Leistungen des menschlichen Körpers bei jeglicher Art der Bewegung exakt vermessen werden. Sportgeräte technologisch an die Nutzung durch den Menschen anpassen und so Spitzen- sowie Breitensportlern zu besseren Wettkampfergebnissen verhelfen, hat er gelernt. Auch die Beweglichkeit körperlich eingeschränkter Menschen lässt sich mithilfe perfekt angepasster Orthesen verbessern, erklärte Maik Vorback. Im Studium absolvierte er auch ein Praktikum im Olympiazentrum Dresden/Chemnitz und fand dort Interesse am Beruf des Trainers.

Nach dem Studium hatte es der Absolvent recht schwer, eine zu seiner Ausbildung passende Arbeit zu finden, denn so viele Olympiazentren gibt es in Deutschland nicht. Auch die Deutsche Hochschule für Körperkultur Leipzig brauchte 2017 keinen Master in Sports engineering und so bewarb sich Maik Vorback bei einem Bautzener Orthopädiefachgeschäft. Die Stelle als Sportwissenschaftler konnte er zwar nicht besetzen, er wurde aber an die RehaSalus Oberlausitz Klinik für ambulante Rehabilitation, Prävention, Physio- und Ergotherapie in Großpostwitz verwiesen. Nun klappte der Einstieg ins Berufsleben, denn er konnte eine Elternzeitvertretung als Übungsleiter für Rehasport übernehmen. „Ich besuchte auch Weiterbildungen zu verschiedenen Krankheitsbildern und hätte dort langfristig bleiben können“, erzählte der junge Mann.

Das wollte er aber nicht, denn mittlerweile hatte er mit seiner Freundin in Hoyerswerda eine Wohnung bezogen. Die tägliche Fahrt zwischen seinem Zuhause und Großpostwitz war ihm zu lang. Er suchte eine Arbeit in Hoyerswerda. Das funktionierte nach einer Initiativbewerbung bei der Freizeitsportgemeinschaft (FSG) Medizin Hoyerswerda, denn der Verein brauchte einen Übungsleiter für Rehasport. Seit einem Jahr arbeitet Maik Vorback nun in der Turnhalle und am Wasserbecken mit Menschen, die nach einer Erkrankung oder Operation wieder gesund werden wollen. Und er freut sich, wenn seine Arbeit mit den Rehasportlern Früchte trägt.

Er ist einer von wenigen seines Abiturjahrgangs, die nach der Ausbildung nach Hause zurückkamen und das, obwohl seine Eltern seit drei Jahren in Bayern leben. „Das Herz hat mich immer wieder nach Hoyerswerda gezogen. Und gut leben lässt es sich hier“, findet Maik Vorback.