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Feuilleton

Ein Tässchen kommt selten allein

Die Leuchtenburg Kahla kann ein Riesengeschenk gut gebrauchen und setzt auch Mitropa-Geschirr aus der DDR ins rechte Licht.

Das Lager der Leuchtenburg birgt für Gunnar Jakobson täglich neue Überraschungen. Der Burgwart und Keramikkünstler sortiert einen Schatz. © Ronald Bonß

Für jede vernünftige Hausfrau wären die Regale ein Graus, doch für Gunnar Jakobson sind sie das Paradies. Teller und Tassen stapeln sich neben Teekannen, Saftbechern und Salzstreuern. Die Stücke sind zerbrechlich, schön und kostbar. Manche passen zusammen und manche auch nicht. Es sind 15.000 oder 20.000, „da wollen wir doch nicht kleinlich sein“, sagt Jakobson. Er hat noch immer nicht jeden Napf umgedreht mit diesem typischen Schwung aus dem rechten Handgelenk, der den Kenner verrät. Er kann aus den Mustern und Buchstaben auf der Unterseite ganze Firmengeschichten und Biografien herauslesen. Blaue Schwerter aus Meissen sind die leichteste Übung. „Monika“ heißt das Mokkaservice. Wer würde sich das heute trauen.

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