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Wie er 1.000 Würste in 5 Stunden loswurde

Fleischer Andreas Wagner aus Mittelherwigsdorf hat für das Eishockey-Spiel in Jonsdorf produziert. Das fällt wegen Corona aus. Was nun?

Von Elke Schmidt
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Der Mittelherwigsdorfer Fleischermeister Andreas Wagner mit seinen original Zittauer Bratwürsten.
Foto: Matthias Weber
Der Mittelherwigsdorfer Fleischermeister Andreas Wagner mit seinen original Zittauer Bratwürsten. Foto: Matthias Weber © Matthias Weber (Archiv)

Als das Legendenspiel zwischen den Jonsdorfer Falken Old Stars und den Black Panthern Jonsdorf am Donnerstagabend abgesagt wird, ist das für Andreas Wagner ein kleiner Schock. Nicht nur, dass er sich auf das Spiel gefreut hat und nun enttäuscht ist, dass es ausfällt. Der Chef der Fleischerei Wagner aus Mittelherwigsdorf ist auch seit einigen Jahren Sponsor des Eissportclubs Jonsdorf Zittauer Gebirge und hat 1.000 Würstchen für die nun ausfallende Veranstaltung in seinem Lager. "Was soll jetzt damit werden?", fragt er sich und Vereinsmitglied Ralf Schneider, den Überbringer der Nachricht. 

Der verspricht, sich etwas einfallen zu lassen und vollbringt sozusagen über Nacht ein kleines Wunder. Er spricht Leute im Verein und aus der Umgebung an, die Nachricht spricht sich in den Orten und vor allem über die sozialen Medien herum. Am Freitag geben sich die Leute in der Fleischerei quasi die Klinke in die Hand und kaufen Würstchen, was das Zeug hält. Darunter sind Vereinsmitglieder genauso wie Menschen, die mit diesem Sport eher wenig am Hut haben. 

Gleich zwei Feuerwehren decken sich für den nächsten Grillabend ein. Innerhalb von knapp fünf Stunden sind die 600 Bratwürstchen und je 200 Bockwürstchen und Debreciner weg. Am Ende müssen manche mit leeren Händen wieder heimgehen. Andreas Wagner bedankt sich bei allen, die das möglich gemacht haben, ganz besonders bei Ralf Schneider, der die Aktion ins Rollen brachte.

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