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Emely und Arno sind die stärksten Schüler

Wenn 35 Grundschulkinder kämpfen, darf die Fanfare nicht fehlen. Und das Klemmbrett.

Von Katja Dwaronat

In einer Ecke der Sebnitzer Stadthalle haben sich die Kinder der Konrad-Hahnewald-Grundschule versammelt. Sie tragen einheitliche T-Shirts mit aufgedrucktem Kasperkopf und erklimmen abwechselnd die Kletterstange. Sie sind mit dem Linienbus in Sebnitz angereist, um sich den Titel „Stärkster Schüler“ zu erkämpfen.

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Der Garten ruft
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Das wird nicht einfach sein, denn auch die Grundschule Rosenstraße Sebnitz hat ihr Aufgebot geschickt. Und dann sind da noch die Kinder in Rot, die Gastgeber der Grundschule Schandauer Straße. Seit vielen Jahren treten die stärksten Sportler der drei Grundschulen gegeneinander an. Zu Beginn bekommt der Wettkampf einen feierlichen Charakter: Die Schüler stehen in Reih und Glied und leise erklingt die Eröffnungsfanfare. Nach einem umso lauteren „Sport frei“ wünscht Sportlehrerin Bettina Biener vor allem viel Kraft und geht zum lockernden Teil über. Zum Popsong „Hangover“ machen sich die Schüler warm, bevor es an die Stationen geht. Bei Liegestützen und Klimmzügen kommen die Armmuskeln zum Vorschein. Auch die Kiefermuskeln sind aufs Äußerste gespannt, manch einer kämpft sehr, um das Kinn ein weiteres Mal über die Stange zu bekommen. Nicht unbedingt die Lieblingsstation der Mädchen, die sind dafür besonders ehrgeizig. Der Hohnsteiner Sportlehrer Thomas Riedel hat mit seinen Schützlingen trainiert und dann die Besten ausgewählt.

Schandauer Straße räumt ab

Allerdings findet der Wettkampf nach dem Unterricht statt, sodass die Teilnahme freiwillig ist. Die meisten machen mit, aber nicht alle. Insgesamt sind sechsunddreißig Kinder angetreten. Sobald alle mit ihrer Station fertig sind, heißt es, in einer Reihe aufgestellt. Ertönt der Abba-Hit „Super Trouper“, marschieren die Gruppen im Gänsemarsch zur nächsten Station, der Erste mit dem Klemmbrett vorneweg. Bei Weitsprung und Seilhüpfen werden die Beine gefordert, hinzu kommen Medizinballweitwurf und ein Geschwindigkeitsparcours. Schließlich nehmen die Teams wieder Form an und lauschen der Siegerehrungsfanfare. Noch einmal tritt Organisatorin Bettina Biener vor und lobt die Schüler für den ruhigen und reibungslosen Ablauf.

Dann geht’s endlich aufs Treppchen. Die Schandauer Straße räumt dieses Jahr auf dem obersten Podest kräftig ab, doch auch Max Thieme aus Hohnstein und Leonie Thomas von der Rosenstraße erringen einen 1. Platz. Von maximal 36 möglichen Punkten erreicht Zweitklässler Arno Guderle aus der Grundschule Schandauer Straße 35 Punkte und bekommt dafür Gold umgehängt. Es folgen bei den Jungs Max Thieme und Florian Kaiser. Bei den Mädchen steht Emely Dittrich aus der Schandauer Straße mit 34 Punkten an der Spitze, gefolgt von Leonie Thomas und Jennifer Gutbrod-Kreisel