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Endspurt an der Mälzerei

Seit Juni wird an dem neuen Dresdner Einkaufszentrum an der Großenhainer Straße gebaut. In einer Woche wird es eröffnet.

Von Kathrin Kupka-Hahn

Weihnachten ist dieses Jahr für Christina Zschabran nicht wirklich wichtig. Für die 28-Jährige hat ein ganz anderes Datum große Bedeutung – der 17. Dezember. An diesem Tag wird die gebürtige Bautznerin ihren ersten eigenen Edeka-Markt in Dresden eröffnen – im neuen Einkaufszentrum an der Mälzerei.

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Der Garten ruft
Der Garten ruft

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„Aufgeregt bin ich noch nicht“, sagt Zschabran selbstbewusst. Zu viele Dinge schwirren der jungen Frau durch den Kopf, die noch geklärt werden müssen. Wo soll die Pappepresse stehen? Wo wird die Zigarettenlieferung gelagert? Wann werden die Weinregale angeliefert? Wer räumt die restlichen Regale ein? Und, und, und… Klingt stressig, ist es aber für Christina Zschabran nicht. „Wir liegen gut im Zeitplan. Außerdem habe ich tolle Helfer“, sagt sie und lässt stolz ihren Blick über die gut gefüllten Regale schweifen. Eine der Helferinnen ist die Edeka-Vertriebsberaterin Ute Laser. Sie stand der Unternehmensgründerin während der vergangenen Monate zur Seite. Dennoch musste die junge Frau noch viele Entscheidungen selber treffen, wie etwa 42 Mitarbeiter einstellen, den Markt mit Mobiliar bestücken, rund 20 000 Artikel aussuchen oder das Farbkonzept des Supermarktes bestimmen.

Geholfen haben der 28-jährigen Einzelhandelskauffrau dabei auch ihr Können, ihr Wissen und ihre Erfahrung. Schließlich hat sich Christina Zschabran in den vergangenen Jahren intensiv darauf vorbereitet, ihren eigenen Lebensmittelmarkt zu eröffnen. Nach ihrer Ausbildung durchlief sie bei Edeka das Juniorenaufstiegsprogramm, später meisterte sie die Qualifikation zur Führungskraft. Dafür musste sie Sachsen verlassen und einige Jahre im fränkischen Schweinfurt sowie in Mitterteich in der Oberpfalz arbeiten.

Jetzt ist die 28-Jährige aber froh, wieder in Sachsen und nahe bei ihrer Familie arbeiten und leben zu können. „Meine Eltern werden bestimmt zur Eröffnung vorbeischauen“, sagt Zschabran. Sie selber wird sich an diesem Tag aber nicht in den Eingang stellen und jedem Kunden die Hand schütteln. „Es gibt mit Sicherheit wahnsinnig viel zu tun. Da werde ich anpacken, wo Hilfe gebraucht wird“, sagt’s und macht sich auf den Weg zum Lager. Dort wartet schon der nächste Lieferant auf sie.

Ähnlich viel Trubel herrscht auch in den anderen zwei Gebäuden des Einkaufszentrums. In dem direkt neben der Mälzerei richten Mitarbeiter momentan die neue Filiale der Drogeriekette DM ein. Diese soll ebenfalls am 17. Dezember eröffnen. „Der neue Markt ist doppelt so groß, viel moderner und heller gestaltet, als der bisherige im Neustädter Bahnhof“, sagt Filialleiterin Stefanie Kunze-Weber. Außerdem gibt es darin einen großzügigen Baby- und Kinderbereich und insgesamt 12 500 Drogerieartikel. In den Räumen neben DM wird ein Textilmarkt einziehen. Im dritten Gebäude des neuen Einkaufszentrums an der Mälzerei eröffnet ein Getränkemarkt. Doch es wird weiter gebaut.

In Christina Zschabrans Lebensmittelmarkt wird noch ein Café eröffnen, allerdings erst im Januar. Und dann soll auf dem Gelände zwischen Mälzerei und Großenhainer Straße ein weiteres Haus entstehen. Jedoch fehlt dem Investor, der Grundstücksverkehrsgesellschaft Dresden mbH, noch die Baugenehmigung dafür. Sobald diese erteilt ist, beginnen die Bauarbeiten für ein zweigeschossiges Haus. In dessen Erdgeschoss sollen zwei kleine Geschäfte einziehen, im Obergeschoss sind ein Schulungsraum und Büros vorgesehen.