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Ermittlungen gegen Löbaus ASB-Chef

Rettungssanitäter streiten vor dem Arbeitsgericht um viel Geld für Überstunden. Jetzt hat ihr Rechtsanwalt Anzeige gegen den Geschäftsführer erstattet. 

Von Constanze Junghanß & Markus van Appeldorn
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Neben der Rettungswache in Altbernsdorf betreibt die ASB Rettungs- und Sozialdienst gGmbH die Wachen in Löbau und -Ebersbach.
Neben der Rettungswache in Altbernsdorf betreibt die ASB Rettungs- und Sozialdienst gGmbH die Wachen in Löbau und -Ebersbach. © Archiv: Matthias Weber

Alarm ist an der Rettungswache des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) beim Löbauer Feuerwehr-Depot Alltag - aber diesmal wurde die Station der Unfallretter selbst zum Einsatzort. Am Donnerstag, 24. Januar, rückte eine Kohorte des Hauptzollamtes Dresden an. Die Beamten beschlagnahmten Akten und Datenträger der Lohnbuchhaltung. "Eine strafprozessuale Maßnahme im Auftrag der Staatsanwaltschaft Görlitz", lässt Zoll-Pressesprecherin Heike Wilsdorf dazu auf Anfrage von sächsische.de wissen. Christopher Gerhardi, Sprecher der Staatsanwaltschaft Görlitz, präzisiert das: "Das Verfahren richtet sich gegen den Geschäftsführer. Gegen ihn wird der Vorwurf des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsgeld erhoben", sagt er. Dabei geht es um den Verdacht eines Verstoßes gegen Paragraf 266 a des Strafgesetzbuches. Der stellt unter Strafe, wenn ein Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge nicht an die Leistungsträger abführt. Strafmaß: bis zu fünf Jahre. "Es liegt ein Anfangsverdacht vor", sagt Staatsanwalt Christopher Gerhardi. Es gehe dabei auch um die Erfassung von Arbeitszeiten.

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