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Ermittlungen nach Zenker-Vorwürfen

Der CSD-Chef hatte in der SZ die Caritas beschuldigt, ungerechtfertigt Geld zu kassieren. Jetzt ermittelt die Dresdner Staatsanwaltschaft. 

Von Julia Vollmer
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CSD-Chef Ronald Zenker
CSD-Chef Ronald Zenker © Sven Ellger

Neue Runde im Fall Ronald Zenker. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach einer Anzeige nun wegen Betruges. Aber nicht gegen Zenker, sondern momentan noch gegen unbekannt, so Jürgen Schmidt, Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden. Die Ermittlungen stünden noch ganz am Anfang, ermittelt werde in alle Richtungen. 

Schmidt wollte nur bestätigen, dass Zenker "eine Rolle" in dem Fall spielt, nicht aber wer die Anzeige gestellt hat. Der CSD-Chef hatte in der SZ die Caritas beschuldigt, ungerechtfertigt Geld zu kassieren. Konkret sagte Zenker, die Caritas kassiere vom Sozialamt für Flüchtlingswohnungen, die die Hilfsorganisation gar nicht mehr verwalte.“

Das entbehre jeder Grundlage, meldete sich die Caritas zu Wort. Die Organisation verwalte oder betreibe weder Flüchtlingswohnungen noch Übergangswohnheime. "Wir beraten im Auftrag der Stadt Dresden Flüchtlinge, die in entsprechenden Wohnungen oder Einrichtungen untergebracht sind. Dies geschieht aufsuchend im eigenen Wohnraum oder unsere Klienten kommen in unsere Büros in der Lohrmannstraße oder der Gamigstraße."

Zenker hatte auch das Sozialamt der Stadt schwer belastet. Er vermutet, Hintergrund der Beschuldigungen gegen ihn sei "eine Neid-Intrige". Der Auslöser sei das Dresdner Sozialamt. Konkret nannte er eine Sachgebietsleiterin, die von der Amtsleiterin und einem Abteilungsleiter gedeckt werde. Sie "schießt alles zusammen", was die CSD-Arbeit betrifft, sagte der 46-Jährige. In diesem Zusammenhang erwähnte er auch die Caritas und behauptete, die Organisation kassiere vom Sozialamt Geld für Flüchtlingswohnungen, die sie gar nicht mehr verwalte.

Zenker wird vorgeworfen, Sex mit Schutzbefohlenen gehabt zu haben, die ihm als Landeskoordinator für homosexuelle Flüchtlinge anvertraut waren. (mit SZ/uwo)