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Es bleibt beim Reiturlaub am See

Olbersdorf. "Nein, was wir den Olbersdorfer Gemeinderäten im November erzählten, war keine Seifenblase". Edgar Auer, Vertreter der Eigentümergesellschaft "Olbersdorfer Hof", ist vom Gelingen des riesigen Projektes überzeugt.

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Olbersdorf. "Nein, was wir den Olbersdorfer Gemeinderäten im November erzählten, war keine Seifenblase". Edgar Auer, Vertreter der Eigentümergesellschaft "Olbersdorfer Hof", ist vom Gelingen des riesigen Projektes überzeugt. Er war der Mann im Hintergrund bei jener Ratssitzung, in der vor einem halben Jahr den Olbersdorfern die kühne Kombination vom Hotel in der Ortsmitte, der Ranch am Seeufer und dem alten Dreiseithof im Niederdorf als Zentrum für Reiturlaub vorgestellt worden waren.
Der Mann, der damals sehr wortreich das Wort geführt hatte, Geschäftsführer Andre Häfliger, ist allerdings inzwischen nicht mehr Geschäftsführer und nicht mehr mit im Boot. "Eine Trennung aus geschäftlichen Gründen ". Kein Gestüt Häfliger also. Mehr möchte Auer dazu nicht sagen. Aber er weiß natürlich, die Olbersdorfer sahen die ersten Pferde, provisorisch am Hotel untergebracht, und die ersten Reiturlauber sehr wohl. Edgar Auer kann das Rätselraten im Ort verstehen.
Er ist kein Mann großer Worte und spektakulärer Auftritte, eher ein stiller Rechner. Und mit spitzem Stift hat er das Projekt zwischen Hotel und See noch einmal durchgerechnet. Der See, die Gegend, das Hotel und das eigene Waldgelände, es ist der richtige Ort, daraus die Tourismusnische für Reiter aus ganz Deutschland zu erschließen. Dabei bleibt er. Nur nicht ganz so schnell wie im November angedacht und nicht in so gewaltigem Umfang soll es geschehen.
Kein Überfall also für Genehmigungsbehörden und Gemeinderäte. Kein "Hoppla, hier kommen wir, die großen Investoren, nun drückt schon mal für uns ein Auge zu." An der Mühsal der Behördenwege führt vor der Baugenehmigung oder den Reitwegen kein Weg vorbei. Viele Zuständigkeiten wollen bedacht und beachtet werden, ehe die Sache wirklich rund ist. Und um eben solche Zuständigkeiten und Mühen der Vorbereitung hatte sich Ex-Geschäftsführer Andre Häfliger nicht geschert und damit für Ärger gesorgt.
Jetzt allerdings bestehe ein sehr guter Draht zwischen Investoren und Gemeinde, bestätigt Bürgermeister Andreas Förster. "Wir sind über alle Pläne und Bauvorhaben informiert und begleiten das Vorhaben mit Wohlwollen". Zwar sei nicht die Gemeinde, sondern das Landratsamt die Genehmigungsbehörde, aber dass für die Planungen ein hiesiges Büro eingebunden wurde, freut den Ortschef.
Mit Brief und Siegel ist inzwischen auch der Kauf von mehr als 200 Hektar aufgeforsteter Fläche am westlichen Seeufer erledigt. Noch im Sommer soll ein Stück hinter dem Campingplatzgelände dort eine große Ranch als neues Zentrum für den Reittourismus entstehen.
Da die in den vergangenen Jahren mit öffentlichen Mitteln auf dem nun privaten Areal geschaffenen Wege breit genug sind, stehe auch aus Sicht des Forstes und der Umweltbehörde einer Mitbenutzung durch Reiter nichts im Wege, glaubt Förster.
Später ist der Bau einer großen Reithalle mit Olympiamaßen und Pensionspferdehaltung geplant. So mancher Reiturlauber, hofft Edgar Auer, ist von der Landschaft und seinem Urlaubspferd vielleicht so angetan, dass er es kauft und zum Stammgast auf der Ranch und in der Oberlausitz wird. Millionen wird noch der Umbau des denkmalgeschützten Dreiseithofes kosten. An Zeitangaben wagt sich Edgar Auer bei diesem schwer finanzierbaren Objekt noch nicht. Aber das große Country-Fest am See, das soll schon Anfang August steigen.
Auer selbst, bisher mit Frau und Tochter ein Wochenendunternehmer in Olbersdorf, will weiter der Mann im Hintergrund bleiben. Aber der Umzug der Familie von Erfurt in die Oberlausitz noch in diesem Jahr ist schon beschlossene Sache. (SZ/oy)

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