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Fans für Fernöstliche Entspannung

Die Kampfkunstschule Furyu, besteht seit 25 Jahren. Neben Karate wird in Königsbrück auch Taiji angeboten. Das kommt an.

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© Jonny Linke

Königsbrück. Stress, Druck, innere Unruhe, ein schwer definierbares Unwohlsein – Zustandsbeschreibungen einer schnelllebigen Zeit. Ihnen Ruhe und Entspannung entgegen zu setzen, ist schwer. In Königsbrück treffen sich regelmäßig Männer und Frauen, um genau das zu üben. Beim Taiji in der Kampfkunstschule Furyu. Trainiert wird immer dienstags. Gerade in dieser Woche hat ein neuer Kurs begonnen, der auch Einsteiger an die aus China stammende Kampf- und Bewegungskunst heranführen möchte. In Königsbrück kennt man sich aus mit der Wirksamkeit von Taiji, auch wenn die Schule vielleicht noch bekannter für ihre Karate-Ausbildung ist. Immerhin gibt es Furyu schon seit 25 Jahren. Die Taiji-Gruppe im Verein existiert seit 2004.

Hier trainieren Junge und Ältere gleichzeitig. Die Schule ist offen für jeden, der etwas für Körper und Seele tun will. Das Zusammenspiel von körperbetonten Übungen und Entspannungstechniken ist wichtig. Beim Taiji geht es darum, durch die Kombination aus beidem ein besseres Lebensgefühl zu finden. Ein Ziel, das die Teilnehmer eint. Egal ob Lehrerin, Verwaltungsangestellter oder Köchin – gemeinsam trainiert man nach fernöstlichem Vorbild. Die langsamen Bewegungen beim Taiji kommen den eher älteren Teilnehmern entgegen. Und so manchem gelingt es dabei, nach einer Erkrankung langsam aber stetig mobiler und fitter zu werden.

Übungen funktionieren auch zu Hause

Was Taiji bringt? „Es hilft, Kraft und Ruhe zu tanken für Dinge, die ich im Alltag meistern will“, bringt es Übungsleiterin Irina Felber auf den Punkt, und ihre Mitstreiter sehen das ähnlich. Etwa zehn Aktive trainieren bei Furyu seit drei Jahren konstant die Kampf- und Bewegungskunst. Praktisch sei, dass man die Übungen auch problemlos zu Hause durchführen könne, wenn man die Grundlagen erst einmal verinnerlicht hat. Die Gemeinsamkeit in der Taiji-Gruppe ist trotzdem wichtig. Miteinander reden, gemeinsam eine Kleinigkeit essen, sich austauschen, trainieren, den Alltag loslassen – so in etwa lassen sich die regelmäßigen Treffen beschreiben. Dabei gibt es enge Kontakte zu den Karate-Gruppen. Neue Mitstreiter sind willkommen. Und auch, wer sich bisher nicht viel unter Entspannung und Körperbewusstsein nach fernöstlichem Vorbild vorstellen kann, ist bei Furyu richtig.

„Jede und jeder kann Taijiquan erlernen. Es hält fit, gesund und beweglich. Berufstätige finden in der Ruhe des Taijiquan einen Ausgleich zu den alltäglichen Belastungen. Ältere halten sich mit der Übung vital und beugen vielen Alterserscheinungen vor. Auch Menschen mit chronischen Erkrankungen profitieren von der stärkenden Wirkung des Taijiquan“, so Irina Felber. Wer sich für Taiji beziehungsweise Taijiquan oder auch für Karate und Qigong interessiert, sollte schon jetzt den 3. Oktober vormerken. Dann wird anlässlich des 25-jährigen Bestehens zum Tag der offenen Tür in die Königsbrücker Kampfkunstschule eingeladen. Verschiedene Vorführungen, extra Angebote für den Nachwuchs und Einiges mehr wird dann in den Vereinsräumen an der Kamenzer Straße vorbereitet. (szo)

Taiji-Einführungskurs immer dienstags ab 19.30 Uhr, Kamenzer Straße 20 in Königsbrück. Ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich. Mitzubringen sind bequeme Kleidung und warme Socken. Weitere Informationen im Internet:

www.furyu.de

Kontakt: [email protected]

oder telefonisch unter 035955 45450.