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Flittern und Urlauben im Kavaliershaus

Der Umbau des Gebäudes im Kromlauer Park zum Gästehaus ist beendet. Ab Ende Oktober sollen Hochzeitssuite und Wohnung beziehbar sein.

Das Kavaliershaus, wegen seines Baustils auch Schweizer Haus genannt, steht im Kromlauer Park gegenüber dem Schloss. Künftig beherbergt es Hochzeitspaare und Urlauber.
Das Kavaliershaus, wegen seines Baustils auch Schweizer Haus genannt, steht im Kromlauer Park gegenüber dem Schloss. Künftig beherbergt es Hochzeitspaare und Urlauber. © Foto: Sabine Larbig

Kromlau. Seit etwa zehn Jahren wird das von Parkschöpfer Friedrich Hermann Rötschke in den 1860er-Jahren im Schweizer Landhaustil errichtete Gebäude saniert. Zuerst wurde sich dem Erhalt der Wandmalereien am denkmalgeschützten Haus gewidmet. Die acht Szenen aus der griechischen Mythologie malte Erhard Ludwig Winterstein, der auch die Gemälde im Inneren des Kromlauer Schlosses in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts schuf.

Vor etwa zwei Jahren begann die Innensanierung des Kavalierhauses nach historischem Vorbild. Ziel war es, das Gebäude denkmalgerecht zu sanieren und wieder seiner ursprünglichen Aufgabe, der Beherbergung von Gästen, zuzuführen. So wurden im Zuge der Sanierung gewölbte Decken und Fensterscheiben erhalten, alte Türen aufgearbeitet, Elektrik, Wand- und Bodenbeläge erneuert sowie die Heizungsanlage aus den 1990er-Jahren ausgetauscht. Sogar eine Tür im Erdgeschoss, die zu herrschaftlichen Zeiten existierte, später zugemauert worden war, platzierte man wieder an historischer Stelle.

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Preise müssen noch festgelegt werden

Inzwischen sind Innensanierung und die Einrichtung einer geschaffenen Ferienwohnung und einer Hochzeitssuite, je für zwei Personen und mit Aufbettungsmöglichkeit für Kinder, bis auf kleine Nacharbeiten abgeschlossen. „Die Einrichtung ist sehr geschmackvoll und hochwertig. Es ist nach meinem Geschmack sehr gut, was die Frauen vom Tourismusbüro ausgewählt haben“, erklärte Bürgermeister Dietmar Noack am Donnerstag im Gemeinderat. Dessen Mitglieder hatten vor der Ratssitzung die Möglichkeit, sich bei einem kleinen Rundgang durch das Kavaliershaus selbst vom Geschaffenem zu überzeugen. Nicht zuletzt, um eine Vorstellung zu haben, welche Übernachtungsgebühren künftig genommen werden können. 

Denn voraussichtlich Ende Oktober, so der Bürgermeister, sollen die ersten Gäste einziehen können. „Bis dahin müssen wir natürlich eine Gebührenordnung festgelegt haben“, unterstrich Johannes Rackel, Vorsitzender Verwaltungsausschuss. Nur über einen Haustier-Tarif müssen sich die Gemeinderäte keine Gedanken. Die sind in den Ferienwohnungen in Schloss und Kavaliershaus sowie in der Honeymoon-Suite nicht erlaubt!

Saniert wird noch weiter

Dass im Kavaliershaus wieder Übernachtungsmöglichkeiten für Touristen entstanden, hat nicht nur mit seiner Geschichte, sondern auch mit der Gegenwart zu tun. Denn nachdem 2016 im sanierten Schloss die einst im Kavalierhaus beherbergte Tourist-Info, ein Ausstellungsraum, das Forstrevier Šchleife, ein Trauzimmer mit Wintergarten und eine 71 m² große Ferienwohnung eröffnet werden konnten, nahm die Nachfrage nach Unterkünften – besonders für Hochzeitsgesellschaften – sprunghaft zu. Neue Übernachtungsmöglichkeiten zu schaffen und das leergezogene Kavaliershaus für die Errichtung einer Hochzeitssuite zu nutzen, das lag nahe.

Nun können bald erste Paare die Hochzeitsnächte, Flitterwoche(n) oder Urlaube im Kavaliershaus Kromlau verbringen, wenn sie die Zimmer über die Tourist-Info gebucht haben. Doch die Gesamtsanierung des Gebäudes ist noch nicht beendet. Laut Bürgermeister sollen 2021 Außenfassade und Holzbalkone noch Schutzschichten erhalten und die Sockel farblich behandelt werden. „Danach ist das Kavaliershaus aber ein echtes Schmuckstück“, meint Noack.

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