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Fördertöpfe für Sanierung der Kohle-Altlasten sind leer

Nach der Paul-Berndt-Halde steht kein Geld der EU mehr bereit. Hoffnung für Vorhaben wie in Kleinnaundorf gibt es dennoch.

Die Fördermittel für die Altlasten-Sanierung aus dem früheren Steinkohle-Bergbau sind ausgeschöpft. Damit sind auch Projekte in Freital, wie zum Beispiel der alte Sportplatz in Kleinnaundorf, in die Ferne gerückt, hieß es jüngst im Bauausschuss. Der Platz sollte saniert und eventuell für eine Bebauung nutzbar gemacht werden. Wenn es wieder Geld gibt, könnten die Vorhaben aber wieder aufgenommen werden. Noch sei aber in der EU nicht über die nächste Förderperiode entschieden.

Freital hat trotzdem schon jetzt Glück gehabt. Denn eigentlich gab es bislang gar kein Geld für die Sanierung von alten Steinkohlestätten. „Alte Halden zum Beispiel hatten sicher mangels Standfestigkeit weiträumig gesperrt werden und beispielsweise die Kommunen für Notsicherungen zahlen müssen“, sagt Eduard Zaiser vom Oberbergamt Freiberg, das solche Vorhaben begleitet. 2010/11 legt die EU aber ein solches Programm auf – und Freital kam als einer von drei Standorten in Sachsen mit hinein. Und mehr noch: Als die Stadt jüngst die Altablagerungen an der Paul-Berndt-Halde sanierte, musste auch die benachbarte Kettenberghalde als erstes Pilotprojekt schon mit angefasst werden. Sonst hätten Entwässerung und Geländeprofilierung nicht zufriedenstellend ausgeführt werden können. Inzwischen sind weitere Vorhaben, wie die Sanierung der Paul-Berndt-Halde an sich, bereits in Arbeit. Der größte Anteil der rund zwei Millionen Euro Kosten kommt aus dem Förderprogramm. „So ist es möglich, dass das Altlastengebiet im Sau- grund komplett abgeschlossen wird“, sagt Zaiser. Ohne wäre eine Gesamtfertigstellung auf Jahrzehnte offen gewesen.

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Fünf von acht Arealen in dem Altlastengebiet sind bereits vom Abfallverband, der Wismut, der Stadt oder dem Edelstahlwerk – ebenfalls mit Hilfe von Fördermitteln aus anderen Programmen und auch eigenen (Steuer-)Geldern – saniert. Am Schlammteich vier der Wismut soll es 2014 los gehen, die Hüttengrundhalde des Stahlwerks wird 2015 abgeschlossen. (SZ/wei)