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Friedländer Zipfel droht Wassermangel

Auf tschechischer Seite werden berechtigte Sorgen laut. Die Grenzorte hoffen jetzt auf Hilfe vom Staat.

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Die Tagebauerweiterung erfolgt in Richtung Tschechien.
Die Tagebauerweiterung erfolgt in Richtung Tschechien. © Grafik: SZ

Trockene Brunnen und kaum mehr Wasser in öffentlichen Leitungen: Darauf stellen sich die Menschen im Friedländer Zipfel in Tschechien im Zusammenhang mit der geplanten Erweiterung des Tagebaus im polnischen Turów ein. Die polnische PGE-Gruppe will den Tagebau bis 2044 ausbeuten, so lange reicht der dortige Kohlevorrat. Laut polnischen Plänen soll der derzeit 45 Quadratkilometer große Tagebau um weitere zehn Quadratkilometer in Richtung tschechische Grenze zwischen Hrádek und Václavice vergrößert werden. Aktuell ist die Grube etwa einen Kilometer von der tschechisch-polnischen Grenze entfernt, künftig werden es nur noch 300 Meter sein. Zugleich wird die Kohlegrube tiefer, bis zu 80 Meter sind geplant. Damit die Bergleute und Maschinen dann nicht im Grundwasser versinken, muss es abgepumpt werden. Damit droht vielen tschechischen Grenzorten in Zukunft Wassermangel.

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