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Für alle Gefangenen da

Am kommenden Dienstag wird Angela Petzold während des Gottesdienstes in der Kirche der Bautzener Justizvollzugsanstalt als neue evangelische Pfarrerin in ihr Amt eingeführt. Sie hatte aber schon seit Anfang Februar die Gelegenheit, sich als Gefangenen-Seelsorgerin zu betätigen.

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Am kommenden Dienstag wird Angela Petzold während des Gottesdienstes in der Kirche der Bautzener Justizvollzugsanstalt als neue evangelische Pfarrerin in ihr Amt eingeführt. Sie hatte aber schon seit Anfang Februar die Gelegenheit, sich als Gefangenen-Seelsorgerin zu betätigen. In den Gesprächen mit den Inhaftierten hat sie festgestellt, dass es vielen von ihnen an sozialen Kontakten mangelt. „Meine Aufgabe ist es, die Gefangenen als Gesprächspartner zum Nachdenken zu bringen und vielleicht dazu beizutragen, dass sie ihr Leben nach der Entlassung meistern können“, sagt sie. Zwar gehören nur fünf Prozent der Inhaftierten der evangelischen Kirche an, doch die Pfarrerin ist für alle da, gleich welcher Konfession, und natürlich auch für die Bediensteten. Angela Petzold wohnt in Dresden und hat dort bereits in der Justizvollzugsanstalt drei Jahre Erfahrungen als Anstaltspfarrerin sammeln können. Die Mutter von drei erwachsenen Söhnen, die bereits auch Großmutter ist, wurde erst recht spät Pfarrerin. „Erst nach meiner Mutterschaftspause absolvierte ich mit 38 Jahren mein zweites theologisches Examen“, berichtet die 52-Jährige. Bis Anfang 2006 arbeitete sie als Abteilungsleiterin für soziale Dienste beim Diakonischen Amt Radebeul. (cs)

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