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Für neue Ausstellung in Niesky fehlen noch Exponate

Am 1. Oktober wird die Schau im Stadtmuseumam Zinzendorfplatz eröffnet. Der Titel dafür steht schon fest.

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Von Carla Mattern

Erstaunlich wenige Nieskyer reagierten bisher auf den Aufruf, für eine Ausstellung über die Zeit der politischen Wende in Niesky Fotos, Plakate und andere Dokumente beizusteuern. Drei Meldungen haben die Mitarbeiter im Stadtmuseum entgegen genommen, sagt Museumschefin Eva-Maria Bergmann. Trotzdem ist die Ausstellung auf einem guten Weg. Bergmann hat in Zeitungen von 1989 und 1990 gelesen, hat Fotoarchive durchstöbert und dabei viele Funde gemacht. Unter anderem gibt es ein Foto, das die erste Demonstration am 9. November 1989 in Niesky zeigt. Nach einem Gespräch von Mitgliedern der Bürgerinitiative mit dem Bürgermeister war man vor das Rathaus getreten, um über den Verlauf des Gesprächs zu berichten. Spontan zogen die dort Versammelten dann durch Niesky.

Für die Ausstellung fehlen noch großformatige Stücke. Vielleicht hat jemand ein Spruchband oder ein Plakat von damals und kann das leihweise zur Verfügung stellen. Willkommen sind auch Aufnahmen von Hobbyfotografen, Erlebnisberichte oder Tagebucheinträge von Nieskyern aus jener Zeit.

In der Schau werden unter anderem die Gründung des neuen Forums, die ersten Demonstrationen, der Runde Tisch und seine Themen, der Klittener Kampf gegen die Abbaggerung, die Auflösung der Stasi, der Kampf ums Altenheim beleuchtet. Ein Aufruf aus jener Zeit gibt der Ausstellung ihren Titel. „Damit die friedliche Revolution um Niesky keinen Bogen macht“ hieß ein Aufruf des Neuen Forums. Eröffnet werden soll die Schau am 1. Oktober.

Kontakt: 03588/25600