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Gäste aus Bischofswerda und Neukirch randalieren

Bischofswerda. Sie hatten am Dienstag wenig vom Spiel Deutschland gegen Ägypten (U 18/3:0)): Noch während der ersten Halbzeit holte die Polizei drei Neukircher und einen Bischofswerdaer aus dem Fanblock.

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Bischofswerda. Sie hatten am Dienstag wenig vom Spiel Deutschland gegen Ägypten (U 18/3:0)): Noch während der ersten Halbzeit holte die Polizei drei Neukircher und einen Bischofswerdaer aus dem Fanblock. Zwei hatten eine ägyptische Fahne verbrannt, die anderen ausländerfeindliche Parolen wie "Heil Hitler" gegrölt. Im Polizeirevier Bischofswerda vernahmen Beamte der Kriminalpolizei Bautzen die Jugendlichen im Alter von 15, 16 und 20 Jahren. Polizeisprecher Peter Bergmann: "Zum Motiv gab keiner eindeutige Erklärungen ab."
Die Stimmung im "Wesenitzsportpark" war trotz allem gut. Die meisten der reichlich zweitausend Gäste hatten gar nicht mitbekommen, dass die Polizei eingreifen musste. Auch die Fußball-Jungs in der ersten Reihe nicht, die mit Proviant im Rucksack und ihrem Übungsleiter ins Stadion gekommen waren. Eifrig kommentierten sie das Spiel und schwenkten begeistert ihre kleinen Deutschland-Fahnen. Für zehn Mark hatten sie diese vor dem Spiel erstehen dürfen. Auch die Gastgeber sind zufrieden. Jürgen Neumann, Vizepräsident des Bischofswerdaer FV 08: "Von der Kulisse war selbst der DFB angenehm überrascht."
Für die Randalierer hat der Auftritt ein Nachspiel. Nach der Vernehmung ließ die Polizei die Jugendlichen zwar wieder laufen. "Aber wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen" ermitteln jetzt Staatsanwaltschaft und Kripo Bautzen gegen sie. (SZ/ass)

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