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Geheimnis um den Namen Staupen

Leisniger Quarzporphyr prägt die Steilhänge des Staupens, an dem sich der Staupenbach entlangschlängelt. „An ihm findet man unter anderem Salomonsiegel, Nelkenwurz, Wildapfel und Weißtannenbestände. Dank des Försters werden diese wieder gezüchtet und vermehrt“, erklärt Friedrich.

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Von Nicole Klampfl/Cathrin Reichelt

Leisniger Quarzporphyr prägt die Steilhänge des Staupens, an dem sich der Staupenbach entlangschlängelt. „An ihm findet man unter anderem Salomonsiegel, Nelkenwurz, Wildapfel und Weißtannenbestände. Dank des Försters werden diese wieder gezüchtet und vermehrt“, erklärt Friedrich.

80 Meter hoch ist der Staupen, der einen 1070 Meter langen Ringwall besitzt. Dort soll es früher einmal zwei Wasserstellen gegeben haben. Aber nicht nur darüber weiß der Heimatforscher Bescheid. Klaus Friedrich kennt auch einige Sagen, die sich um den kleinen Berg ranken, so die Georgsage und die Junfernsteigsage.

Der Junfernsage nach soll auf dem Staupen ein mächtiger Ritter gewohnt haben. Einer seiner Vorfahren habe viele Schätze aus einem Kreuzzug mitgebracht. Der Ritter habe oft rauschende Feste gefeiert. Eines Tages seien er und seine Gäste sturzbetrunken gewesen. Dies bemerkte die Küchenmagd, schlich sich in die Schatzkammer und nahm sich das oberste Kästchen. Aber ihr wurde mulmig. Deshalb wollte sie den Schatz vergraben. Doch auf das ausgebuddelte Loch fiel ein Felsbrocken, dem ein Steinhagel folgte, der die Magd erschlagen hat. Von da an habe man diesen Stein Junfernstein genannt.

Die Herkunft des Namen Staupen ist bis heute ein Geheimnis., das auch Klaus Friedrich bisher nicht lüften konnte. Er weiß lediglich, dass um 1150 eingewanderte Franken den Staupen „Staufen“ nannten. Ein anderer Forscher übersetzt den Namen mit Säule oder Stufe. Auch darüber, wer denn nun wirklich auf dem Staupen gewohnt hat, gibt es keine verbürgten Informationen.