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Geknickte Stimmung

Xaver hat alle von Rothenburg bis Niesky oder von Uhyst bis Rietschen geeint: Es hat keine verletzten Menschen, aber viel gesplittertes Holz gegeben.

© André Schulze

Glück im Unglück haben die Kinder und Erzieherinnen in der Kindertagesstätte Nieder Seifersdorf gehabt. Dort ist in der Nacht zu Freitag ein Unterstand aus Holz auf dem Gelände der Kita zusammengebrochen. Verletzt worden ist niemand. Abgesehen von diesem Zwischenfall habe Sturmtief Xaver in der Gemeinde Waldhufen keine großen Schäden verursacht, sagt Waldhufens Bürgermeister Horst Brückner.

Quitzdorf lässt Xaver links liegen

Gleiches gilt für die Nachbargemeinde Quitzdorf am See. „Für mich gibt es keine echten Schäden“, sagt Günter Holtschke. Der Bürgermeister ist inzwischen dreimal durch die Gemeinde gefahren. „Ob vielleicht privat ein paar Ziegel runtergefallen sind, das kann ich nicht sagen“, so Günter Holtschke. Ähnlich ist die Lage in Mücka, wie Bürgermeister Markus Kiese bestätigt. Weder durch die Feuerwehr noch durch Bürger gab es gemeldete Sturmschäden. Ebenfalls glücklich angesichts der Sturmberichte und Bilder im Fernsehen und Internet sind die Einwohner von Hohendubrau. René Funfack von der Freiwilligen Feuerwehr Gebelzig hat keine Alarmierung gehabt – und ist froh darüber.

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Niesky stellt sich in den Sturm

Minimale Schäden hat es in der Stadt Niesky gegeben. Das bestätigt Simone Sturm, Leiterin des Bereichs Ordnung und Sicherheit im Rathaus. An zwei Bäumen sind Äste heruntergebrochen – auf der Görlitzer Straße, am Abzweig zur Königshainer Straße, und an der Spitzkehre, wo die Muskauer Straße auf die Bundesstraße 115 trifft. Die hölzernen Verkehrsbehinderungen sind von der Freiwilligen Feuerwehr beiseite geräumt worden. Einzelne Stromausfälle hat es auch gegeben – die von den Stadtwerken Niesky zügig behoben worden sind. Trotz des Sturmtiefs soll am Wochenende der Weihnachtsmarkt in Niesky groß gefeiert werden. Nachdem sich die Mitarbeiter der Stadtverwaltung den Wetterbericht angeschaut haben, spricht wohl nichts dagegen. Auch um den Tannenbaum, der auf dem Zinzendorfplatz steht, macht sich die Stadt keine Sorgen. „Bisher hat er durchgehalten“, sagt Simone Sturm.

Rothenburg und Rietschen sind sicher

In der Stadt Rothenburg sowie den umliegenden Gemeinden Horka und Kodersdorf ist alles ruhiggeblieben, bestätigt Stadtwehrleiter Joachim Zeidler. In der Gemeinde Rietschen sind auch keine ernst Sachschäden zu verzeichnen. Dort musste die Feuerwehr am Freitag lediglich zu zwei kleineren Einsätzen ausrücken, informiert Gerd Starke, stellvertretender Gemeindewehrleiter. So wurde die Hilfe der Rietschener Kameraden in Reichwalde sowie auf einem Privatgrundstück in Rietschen benötigt. In beiden Fällen waren Bäume umgestürzt oder drohten auf die Straße zu fallen. „Die Bäume wurden einfach abgesägt“, so Gerd Starke. Bei dem Einsatz in Reichwalde war auch die ortsansässige Wehr sofort zur Stelle. „Wir mussten den Baum von der Straße holen. Er hat die Weiterfahrt des Schulbusses behindert“, sagt Andreas Hottas. Einige Kilometer weiter hat der Sturm bereits Donnerstagabend die Wehr aus Uhyst auf Trab gehalten. In Mönau ist auch ein Baum umgeknickt. „Das war schnell behoben“, sagt Alexander Hofmann, Ortswehrleiter in Uhyst. Und nicht weit entfernt in Klittener ist gar nichts Großes passiert. Das bestätigt Christian Krause von der Freiwilligen Feuerwehr.

Weißwasser weint um Weihnachten

Etwas anders sieht es im Norden des Ex-NOL aus. Der Weihnachtsmarkt Weißwasser ist am Donnerstag frühzeitig beendet worden – und aus Sicherheitsgründen am Freitag ganz zu. Bis Windstärke elf ist gemessen worden, was zuviel fürs Festzelt gewesen ist. Heute wird entschieden, ob wenigstens Sonnabend und Sonntag gefeiert werden kann. Entsprechend geknickt ist die Stimmung. Noch härter getroffen hat es aber sorbische Siedlungsgebiete. Am Donnerstag ist es in Schleife, Halbendorf, Trebendorf und Groß Düben zu Stromausfällen gekommen. „Betroffen waren 3 500 Kunden“, bestätigt Eveline Zaruba, Sprecherin der MitNetz Strom. Grund für Stromausfälle seien auf Freileitungen gefallene Äste. Ab heute soll sich laut Meteorologen Xaver beruhigen. Bleibt es dabei, können die Weihnachtsmärkte auf viele Gäste hoffen – kalt genug ist es ja. (kem; zan; sl; ksl; bd; ws)