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Gemeinde sucht Lösung für Einkaufsmarkt

Für die Nachfolge des Penny-Marktes gibt es Gespräche, aber bisher noch keine Lösung.

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Von Ingolf Reinsch

Der Einkaufsmarkt am Wohngebiet „Valtenbergblick“ in Steinigtwolmsdorf bleibt vorerst weiter geschlossen. Es gebe Gespräche mit Interessenten, aber noch keinen unterschriebenen Vertrag, sagte Bürgermeister Guntram Steglich (Freie Wähler) jetzt auf Anfrage der SZ. Details nannte er unter Verweis auf die Gespräche nicht. Seit über einem Jahr ist das mit Abstand größte Einzelhandelsgeschäft in Steinigtwolmsdorf geschlossen.

Mit dem kürzlich eröffneten „Einkauf am Markt“, einer Drogerie sowie ortsansässigen Bäckern und Fleischern bietet Steinigtwolmsdorf in der Grundversorgung mit Waren des täglichen Bedarfes ein gewisses Mindestmaß. Allerdings haben viele im Dorf den Wunsch, dass die Kaufhalle wieder geöffnet wird. Bei der Regionalumfrage der Sächsischen Zeitung gab jeder vierte Oberland-Bewohner an, er vermisse einen Supermarkt.

Nach vier Monaten geschlossen

In dem erst in den 90er Jahren errichteten Gebäude war viele Jahre die Supermarktkette Plus gewesen. Nach der Übernahme des Unternehmens im Jahr 2008 eröffnete im März 2009 der Anbieter Penny an gleicher Stelle, zog sich aber nach nur vier Monaten wieder zurück. Als Grund nannte der Konzern Uneinigkeiten bei der Mietverhandlung mit der Besitzerin der Immobilie, die am Bodensee lebt. Seitdem ist der Markt geschlossen. Die Gemeinde Steinigtwolmsdorf ist bestrebt, für eine Lösung zu vermitteln. Allerdings sind ihre Möglichkeiten begrenzt, weil sie nicht Eigentümer des Gebäudes ist.