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Cannabis-Prozess wird neu aufgerollt

Ein schwer kranker Mann aus Putzkau wurde verurteilt, weil er Hanf zur Schmerzlinderung angebaut hatte. Jetzt kommt der Fall vors Landgericht.

Frank Czymek vor der Verhandlung am Amtsgericht Bautzen am 3. März dieses Jahres.
Frank Czymek vor der Verhandlung am Amtsgericht Bautzen am 3. März dieses Jahres. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Die Berufungsverhandlung gegen den Putzkauer Frank Czymek wegen des unerlaubten Anbaus von Betäubungsmitteln "in nicht geringer Menge" findet am 15. September an der Bautzener Außenkammer des Landgerichtes Görlitz statt. Das teilte Gerichtssprecher Reinhard Schade mit. 

Frank Czymek, der in Folge eines zu spät erkannten Zeckenbisses an einer Lyme-Borreliose erkrankte, hatte medizinischen Hanf für den Eigenbedarf angebaut,  um seine unerträglichen Schmerzen zu lindern. Seinen Antrag auf Kostenübernahme für ein cannabishaltiges Medikamentes  lehnte seine Krankenkasse ab.

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Ein Schöffengericht am Amtsgericht Bautzen verurteilte ihn im März zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. 

Die Anwältin des Angeklagten legte gegen das Urteil Rechtsmittel ein. Aus ihrer Sicht habe das Gericht die besonderen Lebensumstände ihres Mandanten nicht ausreichend berücksichtigt. Sie plädiert auf einen "rechtfertigenden Notstand". (SZ)  

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