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Gezielter Einbruch bei Sachsenmodelle

Zittau. Bei einem Einbruch in die insolvente Zittauer Sachsenmodelle GmbH sind in der Nacht zu gestern wertvolle Produktionsdaten gestohlen worden. "Der Schaden ist riesig und noch gar nicht in seinen...

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Zittau. Bei einem Einbruch in die insolvente Zittauer Sachsenmodelle GmbH sind in der Nacht zu gestern wertvolle Produktionsdaten gestohlen worden. "Der Schaden ist riesig und noch gar nicht in seinen ganzen Ausmaßen absehbar", sagte gestern Produktionsleiter Ullrich Wogenstein sichtlich aufgebracht. Gestohlen wurden Disketten und selbst Festplatten mit den Entwicklungsdaten aus der Konstruktionsabteilung und die Daten über den Auftragsbestand des gesamten Jahres. Produktion und Vertrieb seien dadurch gefährdet, die entwendeten Daten könnten nun auch "anderweitig" genutzt werden.
"Wir finden das sehr merkwürdig", sagte Insolvenzverwalterin Hannelore Krüger-Knief. Es sei durchaus möglich, dass es sich bei diesem Einbruch um ein gezieltes Wirtschaftsverbrechen handele.
Das Unternehmen befindet sich gerade kurz vor dem Abschluss des Insolvenzverfahrens und der Übernahme durch einen neuen Investor. "Die Diebe sind sehr professionell vorgegangen", erklärte Krüger-Knief. Zudem müssen sie sich im Unternehmen gut ausgekannt haben, vermutet sie. Als "äußerst bedenklich" bezeichnete der Produktionsleiter zudem die Tatsache, dass das Fenster, durch das die Einbrecher gekommen sein müssen, nicht beschädigt war. Wurde es vielleicht von innen geöffnet?
Auch in das benachbarte Unternehmen im Industriegebiet Weinau, Zittauer Fensterbau, ist in der Nacht zu gestern eingebrochen worden. Nach dem gleichen Schema, meint Produktionsleiter Peter Jäschke. Hier sei allerdings mehr materieller und "ziemlich sinnloser" Schaden angerichtet worden. Die gestohlenen Arbeitsspeicher aus den Computern dürften für die Diebe ziemlich wertlos sein, sagt er. Über einen möglichen Zusammenhang könne bisher nur spekuliert werden. (SZ/ju)

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