SZ +
Merken

Golden Goal für Hagenwerder

SZ-Redakteurin Daniela Pfeiffer schreibt über das Ende des Sportplatz-Streits.

Von Daniela Pfeiffer
 2 Min.
Teilen
Folgen
© Matthias Weber

Nun können also doch noch alle glücklich und zufrieden in die Weihnachtspause gehen. Der Ball rollt wieder in Hagenwerder und alle haben einander wieder lieb.

Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Bei aller Freude und Euphorie über die gefundene Lösung stellt sich doch die Frage, wie war das auf einmal möglich? Offenbar über den Kopf der SAB hinweg. Oder doch nicht? Wer hat hier ein Machtwort gesprochen? Darauf wird es vermutlich keine konkreten Antworten geben. Wichtiger ist vielleicht auch, dass das Rathaus sowie CDU-Stadtrat und OB-Kandidat Octavian Ursu drangeblieben sind. Vor allem aber hat die ISG es ihrer eigenen Courage zu verdanken, dass sie aus dieser unschönen Sache als Sieger hervorgeht. Als vermeintlicher Sieger jedenfalls. Denn letztlich muss sie doch in den sauren Apfel beißen und nicht das Rathaus oder der Stadtrat, die die Stilllegung zu verantworten hatten. Eine gewisse Bestrafung ist es eben doch, wenn die Sportler in Hagenwerder jetzt 25 lange Jahre nicht in den Genuss von überregionalen Fördermitteln kommen sollen. Vielleicht kann die Stadt hier im Nachhinein ein bisschen was wiedergutmachen und wenn es nötig ist, die ISG auch entsprechend unterstützen. Wenn das Sportzentrum denn nun überhaupt noch in städtischer Hand bleibt.

Immerhin gibt es in Hagenwerder noch den einen großen Traum: Die Sportler wollen ihre Turnhalle zurück. Sie fristet seit der Flut von 2010 ein unschönes Dasein, der Abriss ist abgewendet, aber so wie sie nun so dasteht, blutet ein jedes Sportlerherz, das hier einmal trainierte oder Wettkämpfe absolvierte. Die Halle wieder in Betrieb zu nehmen, ist nicht unrealistisch, so stark beschädigt ist sie nicht. Allein es braucht den Willen, viel Kraft und Geld. Aber dass die ISG um Dinge kämpfen kann, hat sie ja nun hinreichend bewiesen.

Weitere Beiträge zum Thema:

Sachsens Innenminister löst Sportplatz-Streit
So kam der Sportplatz-Deal zustande (SZ Plus)