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Grabpflege mit blutigem Fleischerbeil?

Im Terror-Prozess berichtet ein Angeklagter in Dresden, was die rechtsextreme „Oldschool Society“ für ihn bedeutet hat.

Von Alexander Schneider
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Marcel L., hier mit seinen beiden Verteidigern, räumt ein, Mitglied der rechtsextremen Terrorgruppe Oldschool Society gewesen zu sein. Er habe „Gräber pflegen“ wollen, sagte er. Seine Aussage wird das Gericht noch eine Weile beschäftigen.
Marcel L., hier mit seinen beiden Verteidigern, räumt ein, Mitglied der rechtsextremen Terrorgruppe Oldschool Society gewesen zu sein. Er habe „Gräber pflegen“ wollen, sagte er. Seine Aussage wird das Gericht noch eine Weile beschäftigen. © Ronald Bonß

Die rechtsextreme Terrorzelle „Oldschool Society“ (OSS) ist organisiert wie ein Rocker-Club. Es gibt dort einen Präsidenten, Bewerber müssen sich monatelang als „Supporter“ bewähren, ehe sie als „Member“, als vollwertiges Mitglied, aufgenommen werden, Gebietsstrukturen werden in „Chapter“ untergliedert. Ganz konkret habe es Planungen für ein „Chapter Österreich“ gegeben. Marcel L., ein 30-Jähriger aus Mecklenburg-Vorpommern, bestätigte am Dienstag diese bemerkenswerte Struktur der OSS.

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