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Granate in Altenberg gefunden

Das Geschoss aus dem Zweiten Weltkrieg ist bei Bauarbeiten freigelegt worden. Kampfmittel-Experten geben Entwarnung.

Diese Granate wurde in Altenberg gefunden.
Diese Granate wurde in Altenberg gefunden. © Egbert Kamprath

Der Schreck fuhr am Montag einem Baggerfahrer in die Glieder, als er bei Schachtarbeiten auf der Baustelle für die künftigen Sportstätten am Altenberger Gymnasium plötzlich eine Granate in der Schaufel entdeckte. Die Fundstelle wurde von der Polizei abgesperrt, bis der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Polizei anrückte. Die Spezialisten untersuchten die Granate aus dem Zweiten Weltkrieg und stellten fest, dass sie seinerzeit nicht abgeschossen worden war. Das sorgte für Entwarnung am Fundort, denn die Bergung gestaltete sich deutlich einfacher, als anfangs befürchtet. 

Die Fundstelle wurde von der Polizei abgesperrt, bis der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Polizei anrückte.
Die Fundstelle wurde von der Polizei abgesperrt, bis der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Polizei anrückte. © Egbert Kamprath

Bei verschossener oder beschädigter Fundmunition hätte auch eine Sprengung vor Ort erforderlich sein können. Die rund 14 Kilo schwere Sprenggranate einer deutschen Feldhaubitze vom Kaliber 10,5 Zentimeter wurde schließlich im Fahrzeug der Kampfmittelbeseitigung verstaut und zur Entsorgung in die Zerlegeanlage nach Zeithain gebracht. Die eigentlich dazu gehörende Hülse fehlte.

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Vielleicht war sie in der Zeit der Not unmittelbar nach dem Krieg zu Küchengerät umgearbeitet oder auf den Schrott gebracht worden. Das Geschoss selbst, für das es keine Verwendung gab, wurde möglicherweise vergraben. Mit Überraschungen dieser Art muss man in der Region Altenberg immer wieder rechnen. 

Zu Kriegsende war hier eines der letzten Kampfgebiete und die zurückströmende deutsche Armee hinterließ Unmengen an Waffen und Munition. Teile davon liegen immer noch im Boden. So wird auch im Kahleberggebiet schon seit Jahren nach den gefährlichen Relikten gesucht. 

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