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Bus fährt wieder über die Grenze

Tschechien kam mit seiner Grenzöffnung so überraschend, dass der RVSOE kaum reagieren konnte. Was jetzt wieder möglich ist.

In Zinnwald kann jetzt direkt von der Linie 360 aus Dresden kommend wieder in die Linie 398 nach Teplice umgestiegen werden.
In Zinnwald kann jetzt direkt von der Linie 360 aus Dresden kommend wieder in die Linie 398 nach Teplice umgestiegen werden. © Egbert Kamprath

Obwohl Uwe Thiele am Donnerstagabend noch von nichts wusste, hat es der Geschäftsführer des Regionalverkehrs Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (RVSOE) geschafft, bereits am Freitag wieder eine grenzüberschreitende Buslinie von Zinnwald nach Teplice zu organisieren. "Das ist auch der guten Zusammenarbeit mit unseren tschechischen Kollegen zu verdanken", sagt er.

Vor der Grenzschließung fuhr die Linie 360 bis Zinnwald und von dort als Linie 398 ins tschechische Teplice (Teplitz) weiter. Während der Corona-Maßnahmen drehten die Busse der 360 am Wendeplatz in Zinnwald wieder um. 

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Die Linie 398 fuhr von Teplice nur noch bis Cinovec und drehte dort wieder um. Diejenigen, die die Grenze mit entsprechenden Nachweisen passieren durften, mussten zu Fuß den Weg zwischen den beiden Haltestellen zurücklegen.

Das ist jetzt vorbei. Die Linie 398 fährt seit Freitag, 5. Juni, wieder bis zum Wendeplatz in Zinnwald. "Dort kann dann in die andere Linie umgestiegen werden", erklärt Thiele. Wann die Busse wieder durchfahren und in Zinnwald nur die Nummer wechseln, ist noch offen. Spätestens jedoch am 15. Juni. Das war der bislang für die Grenzöffnung genannte Termin. Der Fahrzeug-Einsatz und die Personalplanung müssten auf den vorgezogenen Start noch abgestimmt werden, heißt es.

Fähre nach Hrensko ab Sonnabend in Betrieb

Die Elbfähre zwischen Schöna und Hrensko geht am Sonnabend, dem 6. Juni, wieder in Betrieb, teilt der RVSOE mit. Dort war der Betrieb am 14. März vorläufig eingestellt worden.

Auch das Wanderschiff des Regionalverkehrs wird ab Sonnabend wieder das tschechische Hrensko ansteuern. Es pendelt täglich viermal zwischen Bad Schandau und Hrensko, mit Zwischenstopps in Postelwitz und Schmilka.

Waldweg bei Rosenthal muss geprüft werden

Nicht ganz so schnell konnte der RVSOE bei der Linie 217 von Bahratal ins tschechische Tisa (Tissa) und weiter über Snesnik nach Rosenthal reagieren. Ab Montag fährt die Linie wenigstens schon mal zwischen Bahratal und Tisa. "Wann wir den Abschnitt nach Rosenthal wieder in Betrieb nehmen können, müssen wir noch prüfen", sagt Thiele. 

Mit einer Sondergenehmigung rollen die Busse dort durch den Wald. Ob die Strecke frei ist, müsse erst geprüft werden. Möglicherweise ist die Zeit der Grenzschließung für Forstarbeiten genutzt worden und die Strecke nicht ungehindert passierbar. Das soll aber in den nächsten Tagen geklärt werden.

Stadtlinie T in Sebnitz noch fraglich

Einzig bei der Stadtlinie T in Sebnitz ist noch unklar, wann die wieder Dolni Poustevna anfährt. "Da warten wir lieber noch ab, bis sich das Verkehrsaufkommen eingepegelt hat", sagt Thiele. Das ist auch eine Erfahrung aus den Tagen kurz vor der Grenzschließung. Da sind noch mal so viele Autos über die Grenze gefahren, dass es einen langen Rückstau gab, der dann auch die Stadtlinie ausgebremst hat.

Bereits am Freitag um 12 Uhr, als die Sperren abgebaut worden waren, rollten sofort Autos in Kolonne über die Grenze. Wann die Linie T wieder über Tschechien fährt, darüber werde vom RVSOE noch gesondert informiert.

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