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Großdubrauer Schule wird zum Hort

In dieser Woche beginntder Umbau. Auf zwei Etagen entstehen vier Horträume. Das kostetviel Geld.

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Von Kerstin Fiedler

Die Bauzäune sind schon aufgestellt, die ersten Aufträge im jüngsten Gemeinderat vergeben. Jetzt beginnt der Umbau der ehemaligen Grundschule Großdubrau zum Hort. Geplant haben das Vorhaben die Architekten Claudia Freund-Klein und Stefan Klein. Als Großdubrauerin hat sie ein enges Verhältnis zu dem alten Schulbau von 1906. Im Vorfeld der Planung hat das Ehepaar, dessen Kinder auch hier zur Schule gehen, alte Akten gewälzt und Fakten aus einem Heftchen entnommen, das zum 50-jährigen Bestehen des Gebäudes erschienen war.

Seit drei Jahren leer

Von außen sieht das Haus ja ziemlich gut aus, wurde es Anfang der 90er Jahre schon einmal saniert. „Für damaligen Verhältnisse zum Aufbau eines Schulkomplexes war das auch eine gute Variante“, sagt Claudia Freund-Klein. Doch nun müssen vor allem die Elektrik, der Blitz- und Brandschutz sowie die Heizung den heutigen Vorgaben angepasst werden. Vor allem bei der Elektrik wird den Großdubrauern nun in der nächsten Zeit einiges fehlen. Uhr und Glocke sind abgeschaltet. „Wir wissen, dass sich viele Leute vor allem an der Glocke orientiert haben, die aller halben Stunde geschlagen hat“, sagt Claudia Freund-Klein. Immerhin handelt es sich hier um eine Funkuhr, die sehr genau ging.

Von außen wird zunächst von den Bauarbeiten nicht viel zu sehen sein. Dennoch muss das Haus trockengelegt werden. „In den vergangenen drei Jahren, in denen das Haus leer stand, war zweimal Wasser im Keller. Zum Hochwasser im Vorjahr 1,60Meter hoch“, sagt Claudia Freund-Klein. Dabei ist die Heizung kaputt gegangen. Die wird nun nach neuen Gesichtspunkten eingebaut. Im Erdgeschoss wird es eine Fußbodenheizung geben, die für das Gebäude günstiger ist, weil Außenwände gleichmäßig mit beheizt werden, erklärt Stefan Klein.

Der Haupteingang wird von hinten in das Haus führen. Nach Absprache mit der Denkmalpflege werden die Türen nachgearbeitet. Die Türen im Inneren sind aber teilweise in solch einem schlechten Zustand, dass sie nicht mehr verwendet werden können. „Die besten von ihnen werden aber eingelagert“, sagt Claudia Freund-Klein. Da es innerhalb der Planungsphase mehrfach veränderte Förderbedingungen gab, die positiv auf das Geschehen wirken, kann nun auch ein Vordach über den Haupteingang gebaut werden. Gleich neben dem Flur werden sich dann später die Garderoben befinden. „Dann müssen die Schüler nicht mit dreckigen Schuhen und Ranzen nach oben laufen“, sagt Stefan Klein. Gäste- und Personaltoilette sowie eine kleine Teeküche, die passend für Kinder gebaut wird, sind vorgesehen. Außerdem wird einer der beiden Gruppenräume im Erdgeschoss als Bewegungsraum ausgelegt. Im Obergeschoss gibt es weitere zwei Gruppenräume sowie zwei Nebenräume für Computer oder als Rückzugsraum. Ausgelegt wird das Haus für 100Kinder. Es werden die älteren Klassen hier betreut.

Von den Gesamtkosten über 622000 Euro muss die Gemeinde dank Förderung nur 250000Euro zahlen. Ziel ist es, im neuen Schuljahr einzuziehen.