SZ +
Merken

Großenhainer Puppenspieler wollen ihre Bühne in jüngere Hände geben

Die AG Puppenspiel des Museum-Fördervereins hat mehr als 100 Vorstellungen absolviert. Nun wird über eine Übergabe an die Stadt Großenhain nachgedacht.

Teilen
Folgen

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

Ob Rumpelstilzchen, Frau Holle, Osterhase Stummelschwanz oder Großalarm in Groß-Uhrenhain – die Liste der Stücke der Großenhainer AG Puppenspiel ist lang. Fünf Märchen, ein Osterstück und eine Kasper-Geschichte gab es seit der Gründung der Dreiergruppe zum Bauernmarkt 2001. „Mittlerweile haben wir schon 102 Vorstellungen gegeben“, sagt Erika Ullmann. Sie ist die Puppenspielerin, die die meisten Figuren selbst erschaffen hat. Auch die meisten Kulissen, auf Rolllaken gemalt, stammen von ihr.

Im Museum selbst, im Familienservice in der Marktgasse, in Kindereinrichtungen und im Pflegeheim haben Erika Ullmann, Stephanie Becker und Joachim Jatzke ihre Einstudierungen schon gezeigt. Auch bei privaten Festen waren sie gern gesehene Unterhalter. Doch die Akteure der AG sind alle schon Rentner und denken allmählich daran, nach Verjüngung zu suchen. „Denn die Vorstellungen mit dem mobilen Puppentheater sind immer mit viel Aufwand verbunden“, sagt Erika Ullmann.

Idee: im neuen Kinderhaus

Die ersten Kontakte sind zum Familienservice und Mitarbeiterin Winnie Rudolph geknüpft. Die Spielbühnen-Mitstreiterin hat schon mehrfach beim Puppenspiel ausgeholfen. Eine Idee ist, das große Puppentheater im geplanten Kinderhaus in der Marktgasse zu stationieren, sagt Erika Ullmann. Hier könnten Erwachsene für Kinder spielen. Wer interessiert sich für diese schöne Arbeit? Das kleine Puppentheater, das die Gruppe bis 2003 nutzte, könnte den Kindern daneben selbst fürs Handpuppenspiel überlassen werden. Im April soll sich entscheiden, ob die Stadt das Kinderhaus tatsächlich bauen kann.

Bis zu einer Entscheidung pflegen Ullmann, Jatzke und Becker ihr Hobby weiter. In der nächsten Woche treten sie im Großenhainer Seniorenheim auf. Am 5. April spielen sie zum Frühlingsfest des Familienservices wieder die Geschichte vom Osterhasen Stummelschwanz. Es gibt sogar noch die Idee, das Märchen „Tischlein deck dich“ einzustudieren. Die Fassung dafür hat Joachim Jatzke schon geschrieben.

Kontakt: übers Museum, 03522502086