merken

Gut gerüstet für die Praxis

Beim Tag der offenen Tür im Berufsschulzentrum werden nicht nur Erzieherberufe vorgestellt.

Von Helene Krause

Anzeige
Mit Oppacher gelassen losradeln

Eine ausgedehnte Fahrradtour ist fabelhaft – wenn sie gut vorbereitet ist.

Musik und Gesang tönen durch das Foyer des Berufsschulzentrums Döbeln. Zahlreiche Besucher lauschen der Darbietung. Zum Tag der offenen Tür bringen die Schüler der Erzieherklasse 13 ihr selbstverfasstes Lied „Reflexion“ zu Gehör. „Das Lied lässt die Erzieherausbildung Revue passieren“, sagt Musiklehrer Wolfgang Heisig. „Es reflektiert, was man tut. Man soll nicht gedankenlos sein.“

Mit im Chor ist Juliane Hunger aus Döbeln. Nach ihrer Ausbildung möchte sie in einer Kindereinrichtung arbeiten. „Am liebsten in einer Krippe“, erklärt sie. „Doch es ist wichtig, dass man erst einmal Arbeit findet.“ Die Erzieherausbildung gibt es erst seit vier Jahren am Döbelner Berufsschulzentrum. Bis auf vier Absolventen, die durch die Familie ortsgebunden sind, haben alle eine Arbeit gefunden. „Die Praktikanten werden in jeder Klassenstufe sehr gern genommen, weil sie qualifizierte, gute Arbeit leisten“, sagt Gudrun Rölle. Sie ist die Fachleiterin des Fachbereichs Sozialpädagogik. „Mit den Betrieben gibt es eine sehr gute Zusammenarbeit“, erklärt sie.

Von Wirtschaft bis Verwaltung

Nach ihrer Erzieherausbildung möchte Michelle Rollrich aus Niederranschütz gern in der Jugendhilfe arbeiten. Die Arbeit in einem Jugendheim interessiert sie. „Ich finde die Arbeit mit Jugendlichen sehr gut“, sagt sie. „Man kann ihnen helfen, wenn man ihre Geschichte kennt.“ Als Erzieherin im Kindergarten will Christin Riedel aus Staucha arbeiten. „Ich finde es faszinierend, die Kleinen von der Krippe bis zum Schuleintritt zu begleiten. Man bekommt von den Kindern viel zurück.“

Doch nicht nur Sozialpädagogen und Erzieher werden im Berufsschulzentrum Döbeln ausgebildet. Zum Tag der offenen Tür sind alle Häuser offen. Es werden die Werkstätten der dualen Ausbildung gezeigt, zu der Kfz-Mechatroniker und die Berufe der Grundausbildung im Metallbereich gehören.

Des Weiteren können sich Interessierte über die Berufe in Wirtschaft und Verwaltung informieren und über die Ausbildung zum Bürokaufmann oder zur Verkäuferin. Es gibt Vorträge zur Fachoberschulausbildung Sozialwesen und Wirtschaft. In diesen Klassen erreichen Schüler die Fachhochschulreife um ein Studium aufzunehmen.

Laura Schüler aus Hartha ist in das Berufsschulzentrum gekommen, weil sie sich über das Fachabitur informieren will. Peter Laub aus Waldheim ist wegen seiner Tochter hier. „Sie möchte weiter lernen und will wissen, was es alles gibt“, sagt er. Daniela Ganselweit aus Döbeln schaut sich mit ihrer Tochter Jasmin in der Schule um. „Meine Tochter hat konkrete Vorstellungen, denn sie möchte die Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung besuchen.“

Sachsen wählt: Am 1. September ist Landtagswahl in Sachsen. Sie wissen noch nicht, wen Sie wählen? Der Wahl-O-Mat für Sachsen hilft Ihnen bei der Entscheidung! Alle Berichte, Hintergründe und aktuellen News zur Landtagswahl finden Sie gebündelt auf unserer Themenseite zur Landtagswahl in Sachsen.