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Gut vernetzt in die Zukunft

Das neue Schuljahr steht vor der Tür. Ein großes Netzwerk und ein individuelles Lernumfeld erwartet die Schülerschaft.

BMS-Mitarbeiterin Claudia Barthel und der stellvertretende Schulleiter Torsten Rentsch freuen sich auf das neue Schuljahr.
BMS-Mitarbeiterin Claudia Barthel und der stellvertretende Schulleiter Torsten Rentsch freuen sich auf das neue Schuljahr. © Foto: Silke Richter

Von Silke Richter

Hoyerswerda. Die Bildungsstätte für Medizinal- und Sozialberufe (BMS) geht gut vorbereitet in das Ausbildungsjahr. Einen Einblick in den Alltag geben die BMS-Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit Claudia Barthel und der stellvertretende Schulleiter Torsten Rentsch.

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Bald startet das neue Schuljahr. Wie viele Schüler werden zukünftig an der BMS lernen und in welchen Ausbildungsrichtungen?

Claudia Barthel: Wir werden das neue Schuljahr mit etwa siebzig neuen Schülern in den Ausbildungsrichtungen Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Erzieher, Heilerziehungspfleger, Masseure und medizinsiche Bademeister sowie Notfallsanitäter starten. Insgesamt haben wir an unserer Schule in allen drei Ausbildungsjahren knapp 200 Schüler.

Welche Berufe sind derzeit am beliebtesten und warum ist das so?

Claudia Barthel: Die meisten Schüler werden wir wieder in der Erzieherausbildung begrüßen dürfen. Ich denke, dass dieser Beruf gerade sehr beliebt ist, weil er auch für Umschüler und Quereinsteiger gut geeignet ist. Es liegt wohl auch daran, dass der Erzieherberuf ein sehr großes Arbeitsfeld bietet. Im Gegensatz zu früher ist diese Tätigkeit schon lange nicht mehr der reine „Kita-Frauenberuf“.

Welche Altersgruppen sind unter den Schülern vertreten und wie funktioniert das Miteinander zwischen der jüngeren und der älteren Generation?

Torsten Rentsch: Wir haben Schüler zwischen 17 Jahren und im mittleren Erwachsenenalter, die bereits weit über 50 Jahre alt sind. Unser ältester Schüler ist knapp 60 Jahre alt. Das ist auch nicht so verwunderlich, weil die Gesellschaft in dieser Beziehung von einem Wandel geprägt ist. Heute ist Flexibilität gefragt und das am besten gleich in mehreren Berufszweigen. Das Miteinander funktioniert an unserer Bildungsstätte super. Die Generationen helfen und ergänzen sich untereinander. Die Ruhe und Erfahrung der älteren Menschen treffen bei interdisziplinären Arbeitsweisen auf jugendliche Motivation und Hilfsbereitschaft untereinander. 95 Prozent unserer Absolventen verlassen die Bildungsstätte für Medizinal- und Sozialberufe mit Erfolg. Und mehr als 95 Prozent sind nach der Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt tätig. Darauf sind wir stolz.

Welche Alleinstellungsmerkmale hat die BMS in Bezug auf andere schulische Ausbildungseinrichtungen in Hoyerswerda?

Claudia Barthel: Wir können von uns behaupten, in allen Ausbildungsrichtungen immer einen sehr praktischen Bezug zur Theorie herzustellen. Wir lernen in der Praxis und für die spätere Praxis und das mit unterschiedlichsten Einrichtungen und Kooperationspartnern wie Altenpflegeheime, der Körperbehindertenschule, Kitas und Horteinrichtungen, dem Lausitzer Seenland Klinikum und den Lausitzer Werkstätten. Des Weiteren arbeiten wir sehr familiär, wir sind für jeden Schüler da und stellen uns auf seine Bedürfnisse ein. Dies geht, da wir keine riesige Schule sind und man jedes Gesicht an dieser Schule kennt und zuordnen kann. Auch das Modell des „Individuellen Lernens“ gibt es an Erwachsenenbildungsstätten so in Hoyerswerda und Umgebung nicht noch einmal. Wir gehen auf die verschiedenen Lernzugänge der Schüler ein und begleiten diese dabei und unterstützen sie. Wir geben keinen festen Weg der Wissensaufnahme vor.

Wie sieht die zukünftige Entwicklung der BMS aus, welche Ziele stehen demnächst an?

Torsten Rentsch: Wir sind regional sehr gut vernetzt und haben nie Probleme, Praktikumsplätze in Kooperationseinrichtungen zu bekommen. Diese enge und so wichtige Zusammenarbeit will gepflegt und stetig verbessert werden.

Claudia Barthel: Wir sind auch immer daran interessiert, die Theorie noch mehr mit der Praxis zu verbinden, um den Schülern von Beginn an ein ganzheitliches Bild des Berufes zu geben, den sie erlernen. Zudem sind weitere Kooperationen mit Oberschulen im Bereich Bewerbertraining geplant.

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