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Döbeln

Harthas neues Pflegeheim erst 2021 fertig

Grund dafür sind erhebliche Verzögerungen auf der Baustelle an der Dresdener Straße - dieses Mal jedoch nicht durch Corona.

Das neue Pflegeheim "Care Palace" an der Dresdener Straße in Hartha sollte ursprünglich Ende 2020 fertig werden.
Das neue Pflegeheim "Care Palace" an der Dresdener Straße in Hartha sollte ursprünglich Ende 2020 fertig werden. © Dietmar Thomas

Hartha. Es tut sich was neben dem Harthaer Stadtpark. Der vordere Hausteil steht bereits, der hintere wächst langsam. Noch ein dreiviertel Jahr und der neue "Care Palace" an der Dresdener Straße soll einzugsbereit sein. So zumindest die Vorstellung der Bauherinnen Simone Gerson und Gritt Schmidt.

Seit mittlerweile knapp einem Jahr bauen die beiden Leiter des Seniorenpflegeheims in Schönerstädt einen neuen "Palast für die Pflege". Der Plan, eine solche Einrichtung in Hartha zu bauen, ist bei Simone Gerson und Gritt Schmidt bereits 2016 gereift. Mit der Umsetzung des Projektes erfülle ihre Geschäftspartnerin und sie auch einen Traum. „Es werden große Erwartungen an uns gestellt“, so Gerson. 

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Diese Erwartungen sollen nicht enttäuscht werden, deswegen laufen tagtäglich die Bauarbeiten auf der Großbaustelle. "Wir konnten in den letzten Monaten sehr viel schaffen", erklärt die Geschäftsführerin. "Der vordere komplex ist von außen fast fertig, weswegen nun die Innenarbeiten losgehen." So werden in den kommenden Wochen Elektriker alle nötigen Installationen durchführen, wie auch Handwerker Sanitäreinrichtungen sowie Heizungsanlagen anbringen.

Beim hinteren Teil geht es derzeit noch nicht so schnell. Dort kam es zu Verzögerungen. Diese rühren jedoch nicht etwa von der Corona-Pandemie, sondern von Untergrundproblemen, die hauptsächlich durch die Offenlegung des Flemmingener Bachs kamen. 

"Es ist nicht nur zu zeitlichen Verzögerungen gekommen, sondern auch zu enormen Kosten, die zusätzlich dazukommen", erklärt Simone Gerson. "Der Untergrund der hinteren Bodenplatte war zu weich, weshalb er das Objekt nicht ausgehalten hätte. Deshalb mussten wir den Boden austauschen." 

Als dieser Fehler vor knapp einem Monat behoben wurde, konnte die Firma schließlich mit den Mauern des hinteren Teils beginnen. Viele tragenden Wände seien bereits fertig, die Firma arbeite sich langsam zum Dach voran. "Mittlerweile ist aber auch schon der Anschluss zwischen beiden Teilen erfolgt", erzählt die Bauherrin glücklich. "Der Durchgang ist somit nun möglich." 

"Corona hat keinen Einfluss auf die gesamte Baumaßnahme"

Vor einem Jahr waren sich die beiden Bauherinnen sicher: Der Einzug in das neue Haus kommt noch im Jahr 2020. Nun steht fest, dass das nichts wird. Durch die Verzögerungen werden die ersten Bewohner frühestens im April 2021 ihr neues Zimmer betreten können. So zumindest die derzeitigen Schätzungen des Generalunternehmers, der vor Ort tätig ist.

Laut Simone Gerson hätten die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus derzeit zu keinen Verzögerungen bei dem Bau der neuen Pflegeeinrichtung geführt. "So wie wir das mitbekommen haben, sind zwar vereinzelte Bauarbeiter aufgrund der Betreuung ihrer Kinder ausgefallen. Corona hat jedoch keinen Einfluss auf die gesamte Baumaßnahme", sagt sie. "Viel schlimmer war der Bach sowie andere Steine, die uns in den Weg gelegt wurden."

Im "Care Palace", das von der Gerson & Schmidt GbR betrieben wird, sollen einmal 80 Pflegebedürftige vollstationär versorgt werden, darunter auch Menschen, die 24 Stunden am Tag beatmet werden müssen.

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Der Bau im Bilderrückblick

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