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Herrnhuter Strecke wird nicht von B 178 überbaut

Herrnhut/Dresden. Bekanntlich ist die stillgelegte Eisenbahntrasse Löbau - Cunewalde - Großpostwitz durch die Löbauer Ortsumgehung überbaut worden und damit auf ewige Zeiten nicht mehr für den Schienenverkehr nutzbar.

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Herrnhut/Dresden. Bekanntlich ist die stillgelegte Eisenbahntrasse Löbau - Cunewalde - Großpostwitz durch die Löbauer Ortsumgehung überbaut worden und damit auf ewige Zeiten nicht mehr für den Schienenverkehr nutzbar. Droht das gleiche Schicksal auch dem Streckenabschnitt Niedercunnersdorf - Herrnhut - Oberoderwitz, obwohl er, gemäß des Fachlichen Entwicklungsplans Verkehr, als Vorbehaltstrasse ausgewiesen ist?
Das wollte die PDS-Landtagsabgeordnete Katja Kipping in einer Kleinen Anfrage wissen. Hintergrund ihrer Besorgnis ist die Tatsache, dass die neue B 178 den genannten Eisenbahnabschnitt zweimal kreuzen wird, einmal jenseits der "Schwarzen Brücke" und einmal bei Ruppersdorf. Hier sind zwar Kreuzungsbauwerke vorgesehen, doch wurden inzwischen Befürchtungen laut, dass man diese einsparen will.
Sachsens Wirtschaftsminister Kajo Schommer hat nun in seiner Antwort auf die Kleine Anfrage für Entwarnung gesorgt. Der Erhalt der Gleise an beiden Kreuzungen sei nach Inkrafttreten des Fachlichen Entwicklungsplanes Verkehr des Freistaates gesichert. Entsprechend des abgeschlossenen Linienbestimmungsverfahrens für diesen Abschnitt der neuen B 178 seien an den betreffenden Kreuzungspunkten von Straße und Bahn niveaufreie Lösungen vorgesehen. Wörtlich betont der Minister: "Trotz teilweiser Stilllegung der Bahnstrecke wird von ihrem Bestand ausgegangen, und es werden zwei Überführungsbauwerke und Damm geplant." (SZ/dD)

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