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Höfische Pracht und Musik

Kinder kommen beim dritten Gartenfest in Barockgarten Großsedlitz ganz groß raus. Das jedenfalls verspricht Silke Mellmann von der Dohnaer Festagentur Zeremonia, die diesmal das Organisations-Zepter in der Hand hat.

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Von Mareike Huisinga

Kinder kommen beim dritten Gartenfest in Barockgarten Großsedlitz ganz groß raus. Das jedenfalls verspricht Silke Mellmann von der Dohnaer Festagentur Zeremonia, die diesmal das Organisations-Zepter in der Hand hat. „Die kleinen Gäste sollen mit allen Sinnen an die Geschichte des Barockgartens herangeführt werden“, sagt Mellmann. Auf der Fläche zwischen der Oberen und Unteren Orangerie ist deshalb eine Spielwiese für die jüngeren Besucher eingerichtet. Hier können sie sich mit historischen Kostümen verkleiden, Hofdame oder Edelmann spielen. Die „Reichsgräfin Cosel“ schminkt die kleinen Gäste höchstpersönlich; es gibt eine Kindertombola, Sackhüpfen und Eierlaufen. Falls die Eltern vom Flanieren müde sind: Für sie stehen Liegestühle bereit, von denen aus sie ihrem Nachwuchs in aller Ruhe zuschauen können.

Im Rausch der Farben

Das diesjährige Motto des Festes lautet „Im Rausch der Farben“. Deshalb blühen nicht nur die Rabatten bunt, sondern die gesamte Anlage wird mit Bändern und Fahnen geschmückt. Für gute Stimmung sorgt die Gesangsgruppe „Die wilden Weyber“, die auf mittelalterlichen Instrumenten musizieren. Botanischen Kenntnisse kommen nicht zu kurz. Wie bereits im vergangenen Jahr zeigen die Gärtner des Barockgartens ihr Können und demonstrieren unter anderem akkuraten Heckenschnitt.

Allerdings ist das barocke Lustwandeln nicht umsonst. Erwachsene zahlen acht Euro Eintritt. „Stimmt, ein stolzer Preis“, gibt Silke Mellmann zu. Sie weist aber daraufhin, dass Qualität ihren Preis habe und den Besuchern ein vielseitiges Programm geboten werde. „Und zwar den gesamten Tag über. Wir hoffen, dass die Gäste von Anfang bis Ende bleiben.“

Die Organisatorin hofft auf gutes Wetter und auf über 2500 Gäste. Das würde auch die Besucher-Bilanz des Barockgartens verbessern. Was dringend erforderlich ist: Derzeit verzeichnet die Einrichtung ein Minus von rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Deshalb haben wir das Fest diesmal verstärkt auf Familien ausgerichtet. Wir wollen zeigen, dass sich ein Besuch des Barockgartens immer lohnt, nicht nur zum Gartenfest“, stellt Mellmann fest.